Audi-Motorsport-Newsletter 27/2011: Wochenende im Zeichen des Audi R8

Treffen der Spa-Sieger in Oschersleben
Mattias Ekström siegt bei Slotcar-Rennen
Podiumsplätze in Assen und Portimão

19.9.2011 – Der Audi R8 sorgte am vergangenen Wochenende nicht nur bei den 12 Stunden von Sepang (Malaysia) und bei nationalen GT3-Rennen für Furore. Auch im Rahmen der DTM in Oschersleben hatte der faszinierende Mittelmotor-Sportwagen einen großen Auftritt.

Treffen der Sieger: Ende Juli gewann Greg Franchi am Steuer eines Audi R8 LMS gemeinsam mit Mattias Ekström und Timo Scheider das 24-Stunden-Rennen in Spa (Belgien). In Oschersleben besuchte der Belgier seine Teamkollegen aus Spa bei der DTM und ließ sich von den beiden Ex-Champions den Audi A4 DTM erklären. Zudem chauffierte Franchi Gäste in einem Audi R8 LMS um die Rennstrecke.

Faszination R8: Dass der Audi R8 ein Rennwagen für die Straße ist, erlebten Journalisten bei der DTM in Oschersleben. Sie durften in serienmäßigen R8 auf dem Beifahrersitz Platz nehmen und sich die DTM-Strecke von den Audi-Werksfahrern Edoardo Mortara, Timo Scheider und Martin Tomczyk erklären lassen.

Dreifachsieg: Auch im Maßstab 1:24 ist der Audi R8 LMS erfolgreich. Beim achten Lauf zum rallye racing Carrera Cup, einem Langstrecken-Rennen für Slotcars, feierte Audi einen Dreifachtriumph. Zum Siegerteam gehörte der zweifache DTM-Champion Mattias Ekström. Eine starke Leistung zeigte auch Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich, der im Finale für Mike Rockenfeller einsprang und gemeinsam mit Slotcar-Profi Matthias Parke den zweiten Platz belegte. Rang drei ging an Jürgen Jungklaus und Markus Michelberger, die Renningenieure von Martin Tomczyk und Miguel Molina in der DTM.

Von der Rennstrecke auf die Straße: Einen Tag nach den 12 Stunden von Sepang kamen die Kunden von Audi in einen besonderen Genuss. Die beiden Rennfahrer Marco Werner und Darryl O’Young, die tags zuvor noch im R8 LMS unterwegs waren, gaben bei der Audi driving experience 300 Gästen von Audi Singapur auf der Rennstrecke wertvolle Tipps beim Fahren im Grenzbereich.

Racer unter sich: Ludde Ingvall, Skipper und Erbauer der Yacht Audi ultra, besuchte die 12 Stunden von Sepang. Der zweimalige Weltmeister in der Maxi-Klasse begeistert sich als ehemaliger Amateur-Rennfahrer auch für das Motorsport-Programm der Marke. Sein Boot, eine von weltweit nur fünf Super-Maxi-Yachten, startet für das Audi ultra racingteam unter der Flagge von Singapur. Das Kohlefaser-Boot wirbt für die in Le Mans siegreiche Audi ultra lightweight technology.

Rasante Markteinführung: Audi Singapur nutzte die 12 Stunden von Sepang eindrucksvoll zur Präsentation einer Modellneuheit. Der Audi RS 3 für den regionalen Markt wurde am Samstagabend in der Audi Lounge oberhalb der Boxengarage vorgestellt.

Glückliche Gesichter: Eine Gruppe von Waisenkindern aus drei regionalen Betreuungszentren besuchte die 12 Stunden Sepang auf Einladung des Veranstalters SIC. Audi ermöglichte den fünf bis 16 Jahre alten Jugendlichen den freien Zugang zu beiden R8 LMS, dem Team und den Fahrern. Von einem unvergesslichen Tag zeugten viele glückliche Gesichter.

Führung behauptet: Mit 13 Punkten Vorsprung gehen die Audi-Piloten Marco Bonanomi und Andrea Sonvico in das Finale der Italienischen GT-Meisterschaft in Monza. Am vorletzten Rennwochenende in Vallelunga holte Audi Sport Italia mit seinen beiden Audi R8 LMS einen dritten, einen vierten und einen zehnten Platz.

Weiter im Titelrennen: Das Team ABT Sportsline hat im ADAC GT Masters weiter Titelchancen. In Assen erzielten die Allgäuer im Samstagsrennen zwei Podiumsplätze: Christer Jöns, der am Tag zuvor seine erste Pole-Position in der Serie errungen hat, belegte zusammen mit Christopher Mies den zweiten Gesamtrang. Luca Ludwig und Jens Klingmann wurden Dritte. Am Sonntag kämpften sich Jöns/Mies nach einer Durchfahrtsstrafe noch auf Rang sechs nach vorn.

Dreimal Zweiter: Ni Amorim und César Campaniço fuhren beim vierten Saisonlauf der Portugiesischen GT-Meisterschaft in Portimão mit dem Audi R8 LMS des Teams Team Nova Driver in beiden Rennen auf Platz zwei. Auch in der Gesamtwertung liegen sie mit nur sechs Punkten Rückstand auf Rang zwei.

O’zapft is: Schon zwei Tage vor dem offiziellen Oktoberfest-Start in München feierte die Audi-DTM-Mannschaft in Oschersleben den Beginn der „Wiesn“. Den traditionellen Anstich des ersten Bierfasses übernahm Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich, der genau wie die DTM-Piloten Timo Scheider und Martin Tomczyk dem Anlass entsprechend in Lederhose erschien.

Gedenkminute: Vor dem Start des DTM-Rennens in Oschersleben gedachten die DTM-Piloten ihrem ehemaligen Fahrerkollegen Christian Bakkerud. Der Däne kam im Alter von nur 26 Jahren bei einem Verkehrsunfall ums Leben.

Prominente Gäste: Michael Dick, Vorstand für Technische Entwicklung der AUDI AG, besuchte das DTM-Rennen in Oschersleben genauso wie Formel-1-Pilot Timo Glock, Herta-BSC-Torwart Thomas Kraft und Musiker Joey Kelly. Kraft und Kelly kamen auch in den Genuss einer Fahrt im Audi-A4-DTM-Renntaxi.

Präsentation: Einen großen Auftritt hatten Marcel Fässler, Andre Lotterer und Benoît Tréluyer auf der IAA in Frankfurt. Die Le-Mans-Sieger präsentierten am Dienstag auf der Pressekonferenz der AUDI AG die neuen S-Modelle der Marke: S6, S7 und S8. Fässler flog von Frankfurt direkt weiter zum 12-Stunden-Rennen nach Sepang.

Premiere: Einen ersten gemeinsamen Test mit seinen zukünftigen Konkurrenten absolvierte der neue Audi A5 DTM auf dem Lausitzring. Die beiden ehemaligen DTM-Champions Mattias Ekström und Timo Scheider waren mit den Chassis R17-101 und R17-102 im Einsatz. Parallel dazu präsentierte Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich das dritte fertiggestellte Exemplar des A5 DTM auf der IAA in Frankfurt.

Besuch in den USA: Romolo Liebchen, bei Audi für den Kundensport verantwortlich, reiste am vergangenen Wochenende zum Grand-Am-Rennen nach Mid-Ohio. Audi Sport customer racing bietet ab 2012 eine Grand-Am-Version des Audi R8 LMS an.

Gipfelstürmer: Eine Bergtour der besonderen Art unternahm Le-Mans-Sieger Benoît Tréluyer: Der Audi-Werksfahrer erklomm den Mount Fuji in Japan.

Nachgefragt bei … Mattias Ekström

Zwei Siege und ein zweiter Platz in den letzten drei Rennen – macht die DTM so besonders viel Spaß?
Ich hatte schon das ganze Jahr über viel Spaß am Racing. Aber mehr Spaß habe ich gerade, weil wir versuchen, gewisse Sachen im Team zu verbessern und dabei gute Ergebnisse erzielen.

Das nächste DTM-Rennen findet in Valencia statt – dort haben Sie im vergangenen Jahr gewonnen. Damit sind Sie automatisch der Favorit …
Ein Sieg in Oschersleben hilft nicht in Valencia. Man darf auch nicht vergessen, dass wir in diesem Jahr einen neuen Reifenpartner haben. Wir lernen noch immer. Mal ist man Erster, mal 14. Wichtig ist, dass man in jeder einzelnen Runde fokussiert ist und die Erfahrungen richtig bewertet. Mit strukturiertem Arbeiten kommt man nach vorn.

Sie sind seit April Vater eines kleinen Sohnes geworden. Wie hat das Ihr Leben verändert?
Ich genieße die Zeit zuhause mit dem kleinen Mats, Heidi und den beiden Hunden Moss und Lou. Ich freue mich mehr als je zuvor, nach Hause zu kommen. Aber ich freue mich auch mehr denn je, auf der Rennstrecke zu sein, denn die Herausforderung in der DTM ist größer denn je.

Anfang der Woche haben Sie auf dem Lausitzring auch den neuen Audi A5 DTM getestet. Wie ist Ihr erster Eindruck?
Generell ist es für mich immer etwas ganz Großes, bei der Entwicklung eines neuen Rennautos von Anfang an dabei sein zu dürfen. Es ist noch sehr früh und die Autos sind vom Reglement her anders. Aber der A5 DTM fühlt sich gut an. Man erkennt, dass Audi das Auto gebaut hat. Alles ist sehr gut und solide vorbereitet und läuft picobello. Wir haben ein gutes Testprogramm, das wir sauber abarbeiten. Die ersten paar Meter war ich überrascht, wie anders sich das anfühlen kann mit demselben Motor und vielen identischen Teilen. Aber den größten Unterschied machen dabei die neuen Hankook-Reifen.

Termine der nächsten Woche

24.09. Nürburgring (D), 8. Lauf VLN-Langstrecken-Meisterschaft
25.09. Donington (GB), 9. Lauf Britische GT-Meisterschaft

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