Audi-Motorsport-Newsletter 33/2011

Audi R8 LMS triumphiert beim VLN-Finale

  • Phoenix Racing siegt auf der Nürburgring-Nordschleife
  • Oberbürgermeisterin empfängt Martin Tomczyk
  • United Autosports startet in Dubai, Abu Dhabi und Bathurst

31.10.2011 – Nach dem Titelgewinn in der DTM ist Phoenix Racing zum Saisonabschluss noch ein weiterer Erfolg gelungen: Auf der Nürburgring-Nordschleife gewann das Team von Ernst Moser mit dem Audi R8 LMS das Finale der VLN Langstreckenmeisterschaft.

Triumph auf der Nordschleife: Der Audi R8 LMS hat das Finale der VLN Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring gewonnen. Michael Ammermüller, Marc Basseng und Christopher Mies besiegten in einem spannenden Rennen im Audi R8 LMS des Teams Phoenix Racing die GT3-Konkurrenz von Mercedes-Benz, BMW und Porsche. Für den Audi R8 LMS war es der insgesamt dritte Gesamtsieg auf der Nürburgring-Nordschleife.

Jubel in Frankreich: Beim Saisonfinale der Französischen GT-Meisterschaft in Le Castellet verbesserten sich David Hallyday und Stéphane Ortelli im Audi R8 LMS des Teams Audi France mit einem siebten Platz im ersten von zwei Rennen noch vom dritten auf den zweiten Gesamtrang. Ihre Markenkollegen Nicolas Tardif und Grégory Guilvert feierten im R8 LMS des Teams Saintéloc dank Rang zwei in Durchgang eins ihr zweites Podestergebnis des Jahres.

Champions punkten weiter: César Campaniço und Joao Pedro Figueiredo, frisch gekürte Meister in der GTS-Kategorie der Spanischen GT-Meisterschaft,  setzten auch am letzten Rennwochenende 2011 in Barcelona ihre beeindruckende Erfolgsserie fort. Das Duo im Audi R8 LMS vom Team NovaDriver Total fuhr nach einem zweiten Rang im ersten und einem vierten Platz im zweiten Rennen bei elf von zwölf Rennen des Jahres auf das Podium.

Ehrenrunde: Der neue DTM-Champion Martin Tomczyk wurde zwei Tage nach dem DTM-Finale in Hockenheim von den Audi-Mitarbeitern in Neckarsulm gefeiert. Tomczyk drehte am Dienstag mit seinem Audi A4 DTM eine Runde auf dem Werksgelände. Anschließend signierte er im Betriebsrestaurant geduldig Autogrammkarten und Poster.

Meisterfeier in der Eifel: Rund 250 Gäste kamen am Samstagabend nach dem VLN-Finale zur DTM-Meisterfeier des Audi Sport Team Phoenix in die „Alte Scheune“ nach Lind unweit des Teamsitzes in Meuspath am Nürburgring. Der neue DTM-Champion Martin Tomczyk kam direkt von einem Auftritt beim Heimspiel des FC Bayern München nach Lind und hatte für alle Teammitglieder Geschenke dabei – unter anderem seinen Meisterhelm, den er beim Finale in Hockenheim trug. Seine Mechaniker überraschte der Technik-Fan mit Digitalkameras.

Zwei Auftritte in der Heimat: In Bayern nahm Martin Tomczyk zwei weitere Termine wahr. Am Freitagvormittag empfingen ihn Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer und der zweite Bürgermeister Anton Heindl in seiner Geburtsstadt Rosenheim. Am Donnerstag hatte der Audi-Werksfahrer die Eröffnung einer Tourenwagen-Ausstellung im Olympia-Einkaufszentrum in München begleitet. Am gleichen Tag wurde bekanntgegeben, dass Tomczyk zum zweiten Mal zum ADAC Motorsportler des Jahres gewählt geworden ist.

DTM-Champion bei SAT.1: Am 4. November sendet SAT.1 die Spielshow „Mein Mann kann“ mit prominenten Gästen, darunter DTM-Meister Martin Tomczyk und seine Partnerin Christina Surer. Einschalten um 20:15 Uhr lohnt sich, denn es warten spannende Aufgaben und schöne Preise auf die Kandidaten.

Starke Audi-Präsenz: Mit der Bestätigung von Martin Tomczyk und Tom Kristensen neben Mattias Ekström stehen seit dieser Woche nunmehr drei Audi-Werksfahrer für das Race of Champions fest. Am 3. und 4. Dezember treffen sie in der Düsseldorfer Esprit-Arena unter anderem auf Sebastian Vettel, Michael Schumacher und andere internationale Spitzenfahrer.

Erste Kundensport-Termine für 2012: Das anglo-amerikanische Team United Autosports bestreitet im Januar und Februar drei internationale Langstreckenrennen mit dem Audi R8 LMS. Vom 12. bis 14. Januar stellt sich die Mannschaft den Herausforderungen der 24 Stunden Dubai. Eine Woche später stehen die 12 Stunden Abu Dhabi auf dem Programm. Vom 24. bis zum 26. Februar tritt das Team von Zak Brown und Richard Dean bei den 12 Stunden Bathurst in Australien an.

Aus erster Hand: 40 asiatische Journalisten hatten bei einem Media Workshop in den Räumlichkeiten von Audi Kowloon in Hong Kong einen berufenen Gesprächspartner: Darryl O’Young, Sieger der 12 Stunden Bathurst 2011 im Audi R8 LMS. Vom 11. bis zum 13. November bestreitet O’Young mit seinen Teamkollegen Edoardo Mortara und Alexandre Imperatori für Audi Sport customer racing China die 6 Stunden Zhuhai im R8 LMS.

Rennsport in der Schule: Leena Gade, die Renningenieurin des siegreichen Audi R18 TDI in Le Mans, gibt ihre Erfahrungen an Studenten weiter. Auf Einladung der MIA (Motorsport Industry Association) in Großbritannien wird die Ingenieurin in der School of Race Engineering am 26./27. November und am 3./4. Dezember zwei Kurse unterrichten.

Nachgefragt bei … Ernst Moser

Sie haben mit Ihrem Audi Sport Team Phoenix zum ersten Mal den Titel in der DTM gewonnen. Martin Tomczyk hatte Ihnen vor der Saison einen Sieg versprochen. Hatten Sie damit bereits im dritten Rennen Ihr Ziel erreicht?
„Es ist richtig, dass er mir einen Sieg versprochen hat. Aber wenn man dann gewonnen hat, entwickelt man natürlich die nächsten Wünsche. Innerlich hatte ich gehofft, bei unserem Heimspiel am Nürburgring, also auf einer der Lieblingsstrecken von Martin, ebenfalls zu gewinnen. Das hat leider nicht funktioniert. Aber dafür hat Martin zwei andere Siege abgeliefert: am Lausitzring und in Brands Hatch. Damit war nun wirklich nicht zu rechnen, deshalb war es besonders schön. Und die Krönung war natürlich sein Titelgewinn. Seine Leistung war absolut souverän.“

Nach dem ersten Sieg bereits an den Titel zu glauben, wäre vermessen gewesen. Ab wann haben Sie ernsthaft daran gedacht, eine Chance zu haben?
„Bereits ein Rennen später. Denn wir haben uns vom Lausitzring nichts erwartet. Im Gegenteil: Es ging uns um Schadensbegrenzung auf einer Strecke, auf der Mercedes immer stark war. Dann hat Martin aus eigener Kraft Jamie Green überholt: Und wir haben Martin mit unserer Strategie perfekt unterstützt. Seinem ersten Sieg mit uns ließ er gleich den zweiten folgen. Das war unglaublich stark.“

Gibt es ein Rennen, das Ihnen in besonderer Erinnerung geblieben ist?
„Ja, der Norisring. Startplatz zehn war ein echter Rückschlag. In diesem Regenrennen sind wir mit einer guten fahrerischen Leistung und einer cleveren Strategie bis auf Platz drei vorgefahren. Ich habe noch nie in so viele erstaunte Gesichter geblickt. ‚Wo kommt ihr denn her?‘, wurde ich immer wieder gefragt. Auch im weiteren Verlauf der Saison haben wir unsere Mitstreiter mit so mancher Aufholjagd überrascht.“

Martin Tomczyk hat sich intensiv eingebracht, aber im Gegenzug Ihrem Team aber auch viel abverlangt. Am Saisonende hat er eingeräumt, dass er bei jedem Rennen die Kupplung wechseln ließ. Ein Spleen oder ein begründeter Schritt?
„Die Kupplung ist auf hohe Laufleistungen ausgelegt und auch sehr haltbar. Aber sie ist ein Verschleißprodukt und verändert deshalb ihre Eigenschaften. Das fühlt der Fahrer beim Einkuppeln am Start. Und das kann entscheidend sein. Wir haben die Kupplung jedes Mal untersucht. Tatsächlich gab es in neun Fällen immer leichte Veränderungen durch die Belastungen bei den Startübungen an jedem Freitag. Damit ist die Frage einfach zu beantworten: Neun Mal hatte Martin Recht, nur einmal war sein Wunsch eher als Spleen zu sehen. Aber die immer wieder gute Kupplung hat ihm geholfen, den Titel zu gewinnen.“

Martin hat in diesem Jahr den Titel vorzeitig gewonnen und die Meisterschaft mit 20 Punkten Vorsprung beendet. Das war der größte Erfolg in der Geschichte von Phoenix. Welche Wünsche bleiben noch fürs nächste Jahr?
„Ich wünsche mir ein konkurrenzfähiges Auto in der neuen Epoche der DTM. Alles, was ich bisher sehe, zeigt, dass Audi Sport mit dem A5 DTM wieder einmal genau auf dem richtigen Weg ist. Und ich wünsche mir natürlich wieder eine gute Fahrerpaarung, nachdem das Fahreraufgebot im Winter von Audi festgelegt werden wird. Sollten wir von Anfang an um Rennsiege kämpfen können, wäre es schön, auch um den Titelkampf ein Wörtchen mitzureden.“

Termine der nächsten Woche

31.10. Mike Rockenfeller, 28. Geburtstag

WERBUNG: