Audi-Quintett kämpft um den WEC-WM-Titel 2012

  • Tabellenführer Kristensen/McNish treten als Doppel an
  • Le-Mans-Sieger Fässler/Lotterer/Tréluyer bleiben vereint
  • Dindo Capello beendet Karriere als Werksfahrer nach 19 Jahren

23.7.2012 – Am 26. August startet Audi in Silverstone (GB) mit zwei starken Fahrermannschaften in die zweite Jahreshälfte der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC).

Audi ist ein furioser Start in die neue Langstrecken-WM gelungen: Nach drei Siegen in den bisherigen drei Einsätzen in Sebring (USA), Spa (B) und Le Mans (F) konzentriert sich das Team von Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich nun auf die Verteidigung der Tabellenführung. Wie bereits bei der Einschreibung im Februar verkündet, reduziert sich das Aufgebot nach Le Mans auf zwei Fahrzeuge. Den Audi R18 e-tron quattro mit der Startnummer „1“ teilen sich Marcel Fässler (CH), André Lotterer (D) und Benoît Tréluyer (F). Mit diesem Trio hat Audi im Juni den elften Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans errungen. „Unsere drei Fahrer haben einen perfekten Rhythmus gefunden, ihren zweiten Le-Mans-Sieg in Folge gefeiert und es ist eine gute Idee, sie weiterhin zu dritt starten zu lassen“, erklärt Dr. Wolfgang Ullrich. Der Schweizer, der Deutsche und der Franzose teilen sich aktuell den zweiten Tabellenplatz mit 6,5 Punkten Rückstand.

In neuer Formation treten die Tabellenführer an. Allan McNish (GB) und Tom Kristensen (DK), Sieger der 12 Stunden von Sebring zum Saisonauftakt, pilotieren den Audi R18 ultra Startnummer „2“ ab sofort zu zweit. Mit dem Auslaufen des Fahrervertrages von Dindo Capello zum Ende des Jahres markiert die Saison 2012 den Endpunkt einer ungewöhnlich erfolgreichen Partnerschaft. Der Italiener hatte mit Audi vereinbart, nach Le Mans aufzuhören. 19 Jahre lang stand Dindo Capello als Werksfahrer in den Diensten von Audi. Seiner Marke bleibt der Italiener jedoch auch künftig sehr eng verbunden – nicht nur als Audi-Händler und Rennfahrer.

Dindo Capello hat etwas erreicht, was im internationalen Rennsport nur selten gelingt: Fast zwei Jahrzehnte lang hat der Profi-Pilot weltweit zahllose Einzelsiege, namhafte Meistertitel und viele weitere Erfolge in Sport- und Tourenwagen gefeiert – stets für einen einzigen Konzern.

Fast alle großen Erfolge seit 1994 sind dem Familienvater aus Canelli zusammen mit Audi gelungen: 1996 war er Italienischer Super-Tourenwagen-Meister im Audi A4 quattro, alle fünf Siege bei den 12 Stunden von Sebring und die beiden Meistertitel in der American Le Mans Series feierte er mit LMP-Sportprototypen von Audi, ebenso zwei seiner drei Le-Mans-Siege. Seinen ersten Erfolg an der Sarthe errang er 2003 für die Konzernmarke Bentley. Noch im März 2012 gelang ihm bei den 12 Stunden von Sebring an der Seite seiner langjährigen Teamkollegen Allan McNish und Tom Kristensen ein hart erkämpfter Gesamtsieg.

„Das ist eine höchst ungewöhnliche Serie von Erfolgen und ein sehr emotionaler Moment. Im Namen von Audi möchte ich Dindo ein riesiges Dankeschön aussprechen “, bekennt Dr. Wolfgang Ullrich, zu dessen ersten Fahrerverpflichtungen Capello zählte. „Dindo hat 19 Jahre lang sportlich an der Spitze gestanden und alle Mitarbeiter von Audi Sport haben ihm das gerne ermöglicht. Auf beides bin ich sehr stolz. Sportlich, menschlich, privat und professionell – es war immer ein Vergnügen, mit Dindo zu arbeiten und ihn in unserer Mannschaft zu wissen. Er ist ein wertvoller Markenbotschafter, und es freut uns sehr, dass er auch nach dem Ende seiner aktiven Karriere weiter mit Audi verbunden bleibt.“

Capello, der am 17. Juni seinen zweiten Platz in Le Mans und seinen 48. Geburtstag feierte, ist an drei Audi-Zentren in seiner Heimat im Piemont beteiligt. Parallel zu seinem Sportwagen-Programm hat sich Capello ein zweites motorsportliches Standbein aufgebaut: Für Audi Sport Italia war er seit 2009 im Audi R8 LMS kontinuierlich in der Italienischen GT-Meisterschaft am Start.

„Ich möchte meinerseits ein ganz, ganz großes Dankeschön an Audi richten“, unterstreicht Dindo Capello. „Audi ist meine Marke geworden – beruflich und aus privater Überzeugung. Wir haben gemeinsam so viel erreicht und technologisch immer wieder Pionierleistungen bewiesen. Die Unterstützung von Audi, allen Mitarbeitern bei Audi Sport und den Teams war fantastisch, so wie in einer großen Familie. Natürlich gibt es auch ein weinendes Auge, denn dieser Abschied vom Werksteam fällt nicht leicht. Aber ich bleibe der Marke verbunden und werde auch weiterhin Rennen fahren, denn der Audi R8 LMS ultra ist ein wunderbares GT3-Fahrzeug. Ich verabschiede mich guten Gewissens, denn ich habe mit meinem Sport keine Rechnungen mehr offen. In allen Disziplinen und Kategorien haben Audi und ich gemeinsam mit Siegen und Titeln das Maximum erreicht. Noch im März haben wir in Sebring gewonnen und aktuell liege ich auf Tabellenplatz eins in der WEC. Ich wollte aufhören, solange ich noch Spitzenleistungen zeigen konnte. Das ist ein schönes Gefühl. Sollte Audi einmal in eine Situation kommen, in der man mich braucht, stehe ich selbstverständlich gerne bereit.“

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