Autofahrer 2011 zufrieden: Weniger Arbeit für Kfz-Schiedsstellen

15.5.2012 Bonn (ots) – Insgesamt 12 053 Anträge von Werkstattkunden und Gebrauchtwagenkäufern gingen im Jahr 2011 bei den bundesweit 130 Kfz-Schiedsstellen ein. Das waren 1 236 Anträge oder 9,3 Prozent weniger als im Jahr zuvor (13 289). 90 Prozent und damit gut 10 800 Anträge wurden bereits im Vorverfahren geregelt. Das ergab die Schiedsstellenbilanz des Zentralverbands Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK).

„Die Zahlen zeigen, dass die Autofahrer offensichtlich deutlich zufriedener mit den Kfz-Betrieben sind als im Vorjahr und es daher weniger Anlässe gab, die Kfz-Schiedsstellen anzurufen“, sagte ZDK-Hauptgeschäftsführer Axel Koblitz. Dies sei auch deshalb besonders bemerkenswert, da sich die Zahl der Reparatur- und Wartungsaufträge im Jahr 2011 um 5,4 Prozent auf 75,8 Millionen gegenüber dem Vorjahr (71,9 Millionen) erhöht habe. Jeder der 38 000 Kfz-Betriebe in Deutschland führte somit im Durchschnitt knapp 2 000 Reparatur- und Wartungsaufträge durch.

Von den 12 053 Anträgen gelangten insgesamt 1 246 Verfahren und damit gut zehn Prozent vor eine Schiedskommission, 319 weniger als im Vorjahr. 546 Verfahren (43,8 Prozent) wurden durch einen Vergleich beendet. In 216 Fällen (17,3 Prozent) entschied die Kommission für den Antragsteller, in 297 Fällen (23,8 Prozent) ging das Verfahren zugunsten der Werkstatt beziehungsweise des Gebrauchtwagenhändlers aus. Die restlichen Verfahren waren zum Ende des Berichtsjahres 2011 noch nicht abgeschlossen.

„Auch im vergangenen Jahr haben die Kfz-Schiedsstellen ihre Funktion als Instrument des Verbraucherschutzes voll erfüllt“, so ZDK-Hauptgeschäftsführer Axel Koblitz. Nur wer bei Service und Gebrauchtwagenkauf einem Mitgliedsbetrieb der Kfz-Innung sein Vertrauen schenke, könne im Streitfall die Schiedsstelle anrufen. Diese Betriebe seien am blau-weißen Meisterschild zu erkennen.

Im Bereich Reparatur und Wartung gingen im Jahr 2011 insgesamt 10 090 Anträge bei den Schiedskommissionen ein (Vorjahr 10 716), das sind 84 Prozent aller Anträge. Bei den Beweggründen steht nach Angaben des ZDK die Rechnungshöhe mit 3 966 Fällen deutlich vor dem Punkt „unsachgemäße Arbeit“, der in 3 237 Fällen genannt wurde. Um laut Antragsteller nicht in Auftrag gegebene und trotzdem durchgeführte Arbeiten ging es in 2 659 Fällen.

Die Gebrauchtwagen-Schiedsstellen wurden im Jahr 2011 insgesamt 1 963-mal angerufen (Vorjahr 2 573). Als Hauptgrund nannten die Verbraucher laut ZDK in 1 415 Fällen „technische Mängel“. Bei 227 Anträgen führten die Kunden „Unfallschaden“ und in 37 Fällen eine „fehlerhafte Gesamtfahrleistung“ an.

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