BMW Motorrad Motorsport – WSBK – Portimao

14. – 16. Oktober 2011

13. von 13 WM-Rennwochenenden

10.10.2011 – München/Stephanskirchen. In der FIM Superbike-Weltmeisterschaft fällt am kommenden Wochenende die letzte Zielflagge der Saison 2011. Vom 14. bis zum 16. Oktober steht für das Team BMW Motorrad Motorsport das Saisonfinale in Portimão (POR) an. Zum Abschluss möchte die Mannschaft aus München und Stephanskirchen an das erfolgreiche vergangene Rennwochenende in Magny-Cours (FRA) anknüpfen. Dort feierte es mit Werksfahrer Leon Haslam (GBR) eine weitere Podestplatzierung und einen vierten Rang. Zudem sammelten Leon und Teamkollege Troy Corser (AUS) in Frankreich für das Team insgesamt 43 Punkte, so viele wie noch nie zuvor an einem Rennwochenende in der FIM Superbike-Weltmeisterschaft.

Vor dem Saisonfinale 2011 belegt Leon in der Fahrerwertung mit 216 Punkten den fünften Platz, Troy ist 15. mit 85 Punkten. Das Team BMW Motorrad Motosport hat in dieser Saison bereits 301 Zähler gesammelt – 100 Punkte mehr als zum vergleichbaren Zeitpunkt der Vorsaison. In der Konstrukteurswertung, für die jeweils nur das beste Rennergebnis der Hersteller zählt, liegt BMW mit 261 Punkten auf dem vierten Platz.

Im Anschluss an das letzte Rennwochenende der Saison wird das Team BMW Motorrad in Portimão bleiben und dort zur Vorbereitung auf das kommende Jahr einen Testtag absolvieren. Dabei kommt eine weiter entwickelte Version der BMW S 1000 RR zum Einsatz.

Leon Haslam:

„Wir freuen uns schon auf das Saisonfinale. In den vergangenen Rennen konnten wir das Potenzial unserer RR sehr gut ausschöpfen. Das stimmt mich zuversichtlich. Sicherlich haben wir noch ein paar kleinere Schwierigkeiten, aber wir arbeiten daran, sie zu beheben. Es ist das letzte Rennwochenende des Jahres und wir peilen weiter unseren ersten Sieg an.

Die Strecke ist eine richtige Berg- und Talbahn, es gibt viele Steigungen und Gefälle. Das macht das Fahren manchmal schwierig, da hierbei das Bike unter anderem zu Wheelies tendiert. Es ist eine Herausforderung, die richtige Abstimmung für diese Eigenheiten zu finden. Im vergangenen Jahr bin ich dort in beiden Rennen Zweiter geworden. Es ist also eine Strecke, die ich mag. Der Wetterbericht für das Wochenende ist sehr gut. Von daher sind wir optimistisch, dass wir wieder ein erfolgreiches Rennen haben können.“

Troy Corser:

„Ich mag die Strecke in Portimão. Sie hat viele Höhenunterschiede, und ich denke, dass sie unserer RR liegt, da sie sehr schnell und flüssig ist. Es gibt jedoch auf dem hügeligen Kurs einige Kuppen, auf denen bei diesen starken Motorrädern leicht das Vorderrad hochgeht. Das könnte an diesem Wochenende unsere größte Herausforderung werden.

Ich bin wirklich optimistisch. Um in Portimão schnell zu sein, brauchst du ein Bike mit gutem Lenkverhalten. Und das ist bei unserer RR der Fall. In diesem Bereich haben wir mit der Fahrwerksabstimmung große Fortschritte gemacht. In Magny-Cours hatten wir hier recht gute Einstellungen. Also werden wir versuchen, in Portimão eine ähnliche Abstimmung und dasselbe gute Gefühl zu finden. Gleichzeitig werden wir daran arbeiten, die Reifen über die Renndistanz haltbarer zu machen. Dann sollten wir gut gerüstet sein.“

Bernhard Gobmeier, BMW Motorrad Motorsport Direktor:

„Wir nehmen den Schwung unseres erfolgreichen Rennsonntags in Magny-Cours mit an die Algarve. In Frankreich haben wir gezeigt, dass wir beim Kampf um das Podium ein deutliches Wörtchen mitreden können. Unsere Rundenzeiten lagen im Bereich der Spitze. Das möchten wir nun natürlich auch beim Saisonabschluss umsetzen. Wir hoffen in Portugal auf zwei weitere spannende Rennen, in denen unsere RR ganz vorn in der Führungsgruppe dabei ist.

Nach dem Finale haben wir keine Zeit zum Durchatmen. Sobald die Saison 2011 abgeschlossen ist, werden wir mit voller Kraft an der Vorbereitung auf das nächste Jahr arbeiten. Wir bleiben in Portimão und werden dort am Dienstag mit unserem weiterentwickelten und in vielen Bereichen optimierten 2012er-Bike testen.“

Hintergrund:

Portimão liegt im Süden Portugals an der westlichen Algarve, rund 200 Kilometer südlich der Hauptstadt Lissabon. Die 50.000 Einwohner zählende Stadt ist mit ihren zahlreichen Stränden, beeindruckenden Felsklippen und vielen Freizeitmöglichkeiten ein beliebtes Touristenziel. Vor einigen Jahren fand hier auch der Motorsport eine neue Heimat. Im Oktober 2008 wurde im Hügelland im Norden Portimãos das hochmoderne „Autódromo Internacional do Algarve“ fertiggestellt. Die offizielle Einweihung fand am 2. November 2008 statt – mit dem Saisonfinale der FIM Superbike-Weltmeisterschaft.

Seitdem gastiert die FIM Superbike-Weltmeisterschaft jährlich in Portimão, in dieser Saison zum vierten Mal. Zum dritten Mal nach 2008 und 2009 ist die Rennstrecke an der Algarve in diesem Jahr auch wieder Gastgeber für das Saisonfinale. Auch für viele andere Motorrad- und Automobilmeisterschaften ist Portimão inzwischen eine feste Anlaufstelle geworden. Aufgrund des anspruchsvollen Layouts nutzen viele Teams und Rennserien den Kurs zudem zum Testen. Die Rennstrecke gehört zum „Algarve Motor Park“, in dem auch eine moderne Kartbahn, ein Technologiepark, eine Rennfahrerschule sowie ein Fünf-Sterne-Hotel angesiedelt sind.

Die Rennstrecke hat ihren ganz eigenen Charakter. Mit einigen Bergauf- und Bergabpassagen fügt sie sich in die hügelige Landschaft ein, es gibt einige Richtungs- und Gefällewechsel, viele langgezogene Kurven und ein verwinkeltes Infield. Die Teams stehen vor der Herausforderung, für all diese Eigenheiten die richtige Abstimmung zu finden. Das Bike muss vor allem beim Herausbeschleunigen aus den Kurven perfekt liegen. Entscheidend für eine gute Rundenzeit ist die letzte Kurve: Hier gilt es, genügend Geschwindigkeit mit auf die fast einen Kilometer lange Start-Ziel-Gerade zu nehmen.

Der britische BMW Werksfahrer Leon Haslam reist mit guten Erinnerungen nach Portugal: Im vergangenen Jahr stand er in Portimão in beiden Rennen als Zweiter auf dem Podium. Sein australischer Teamkollege Troy Corser fuhr beim ersten Algarve-Gastspiel der FIM Superbike-Weltmeisterschaft 2008 ebenfalls auf das Podest.

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