BMW Motorsport Rückblick 2010

BMW Motorsport Rückblick 2010.
BMW feiert auch 2010 Siege auf der ganzen Welt.

Einmal mehr kann BMW Motorsport auf eine erfolgreiche Rennsport-Saison zurückblicken. Ob mit dem BMW M3 GT2 auf der Langstrecke, dem BMW 320si WTCC in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft oder mit weiteren Fahrzeugen aus dem BMW Kundensport Programm: Für viele Fahrerinnen und Fahrer rund um den Globus war ihr Rennwagen aus dem Hause BMW Motorsport der Garant für Polepositions, Siege und Titel.
Im Zuge der strategischen Neuausrichtung des Motorsport-Engagements von BMW weitete das Unternehmen 2010 seine Präsenz im GT-Sport aus. Zum zweiten Mal in Folge trat das BMW Rahal Letterman Racing Team mit zwei BMW M3 GT2 in der GT-Klasse der American Le Mans Series an – und konnte nach einem dramatischen Finale in Road Atlanta (US) die Titel in der Hersteller- und der Teamwertung bejubeln. Auch die Premiere des BMW M3 GT2 bei einem 24-Stunden-Klassiker in Europa geriet zur Triumphfahrt: Auf der Nürburgring-Nordschleife (DE) feierte das Team BMW Motorsport mit den Fahrern Jörg Müller (DE), Augusto Farfus (BR), Uwe Alzen (DE) und Pedro Lamy (PT) nach 154 Runden den 19. Gesamtsieg der Marke in der legendären „Grünen Hölle“. Mit Platz eins in der LM GT2-Klasse beim Finale des Intercontinental Le Mans Cup in Zhuhai (CN) stellte das BMW Team Schnitzer das Potenzial des BMW M3 GT2 auch auf asiatischem Boden eindrucksvoll unter Beweis.
In der Tourenwagen-Weltmeisterschaft kämpfte das BMW Team RBM bis zu den abschließenden Läufen in Okayama (JP) und Macau (CN) um den Titel. Andy Priaulx (GB) errang insgesamt sechs Saisonsiege – so viele wie noch nie zuvor in seiner erfolgreichen WM-Karriere. BMW Privatfahrer Colin Turkington (GB) steuerte in Japan einen weiteren Triumph bei. Allerdings sorgte ein Urteil des FIA Berufungsgerichts, die den nachträglichen Wertungsausschluss von Priaulx und seinem Teamkollegen Augusto Farfus (BR) nach sich zog, dass BMW beim Finale in Macau nicht um den vierten Titel nach 2005, 2006 und 2007 kämpfen konnte.
Die FIA Stewards in Okayama hatten den Einsatz des BMW 320si GBS mit sequenziellem Getriebe für regelkonform befunden. Allerdings wurde diese Entscheidung von den Berufungsrichtern revidiert.

Eindrucksvolle Bilanz für BMW Privatfahrer.
BMW Teams und Fahrer in privater Mission konnten die Erfolgsgeschichte des BMW Kundensport Programms auch 2010 fortschreiben und mit unterschiedlichen Fahrzeugen Triumphe in vielen Rennserien weltweit erringen. So feierte Sergio Hernández (ES) im BMW 320si WTCC zum zweiten Mal den Gesamtsieg in der Independents’ Trophy der Tourenwagen-Weltmeisterschaft. Richard Göransson (SE) errang im gleichen Auto den Titel in der Swedish Touring Car Championship (STCC), während Caspar Elgaard (DK) – ebenfalls im BMW 320si unterwegs – in der Danish Touringcar Championship (DTC) triumphierte.
Thomas Biagi (IT) war sowohl in der nationalen als auch in der internationalen Wertung der Superstars Series im BMW M3 das Maß aller Dinge, während sich Mario Merten (DE) und Wolf Silvester (DE) mit dem BMW Z4 über den Titel in der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring ebenso freuen konnten wie Mikhail Ukhov (RU) im BMW 320i über Platz eins in der Russian Touring Car Championship (RTCC). Weitere Titel gingen an Hans-Christian Zink (CH) in der DMV Touring Car Championship und die Japaner Masataka Yanagida und
Nobuteru Taniguchi sowie Imran Shararom (MY) in der Super Taikyu Series.
Auch der BMW Z4 GT3 feierte 2010 ein gelungenes Debüt: Dem Team von Schubert Motorsport gelangen mit dem jüngsten Mitglied der BMW Kundensport Produktpalette zwei Siege in der FIA GT3 Europameisterschaft und gute Resultate bei mehreren Langstreckeneinsätzen. Auch mit dem seriennahen BMW M3 GT4 schafften BMW Piloten in vielen Championaten den Sprung auf das Podest.

Packende Rennen in der Formel BMW.

Die 20. Saison der Formel BMW war an Spannung kaum zu überbieten. In der Formula BMW Europe fiel die Entscheidung im Titelkampf erst im letzten der insgesamt 16 Rennen. Robin Frijns (NL) fing den Engländer Jack Harvey (GB) auf der Zielgerade der Meisterschaft noch ab und sicherte sich nach seinem Vorjahreserfolg als „Rookie of the Year“ in derselben Rennserie den ersten wichtigen Titel seiner Karriere im Formelsport. In der Formula BMW Pacific konnte
Richard Bradley (GB) bereits vor dem Saisonfinale in Macau feiern. Beim Gastspiel in Okayama entschied der 19-Jährige die Serie vorzeitig für sich.
Neun Mal traten die jungen Talente im Saisonverlauf im Rahmen der FIA Formel-Weltmeisterschaft an. Auch das Fahrerfeld der Königsklasse war 2010 gespickt mit ehemaligen Formel BMW Piloten. Gleich acht Rennfahrer, die in der BMW Nachwuchsförderung erste Erfahrungen im Formelauto gesammelt hatten, kämpften um Punkte und Siege. Sebastian Vettel (DE), der 2003 und 2004 in der Formel BMW gefahren war, unterstrich mit dem Gewinn des Fahrertitels die Qualität des Ausbildungsprogramms, das 2011 im neuen Formel BMW Talent Cup fortgeführt wird.

BMW M3 GT2 feiert Titel in der ALMS.

BMW kommt erstmals seit 2001 wieder zu ALMS-Titelehren.
Packender hätte das Saisonfinale der American Le Mans Series (ALMS) in Road Atlanta (US) nicht laufen können. Erst auf den letzten Metern des „Petit Le Mans“ fiel die Entscheidung im GT-Titelkampf. Das BMW Rahal Letterman Racing Team hatte das bessere Ende für sich, nachdem der führende Ferrari wenige Kurven vor dem Ziel ausgefallen war. Dirk Werner (DE), Bill Auberlen (US) und Tommy Milner (US) kamen im BMW M3 GT2 mit der Startnummer 92 auf den vierten Platz. Damit gewann das BMW Rahal Letterman Racing Team die nötigen Punkte, um mit 158 Zählern sowohl in der Marken- als auch in der Teamwertung zu triumphieren.
„Das BMW Rahal Letterman Racing Team hat in der American Le Mans Series eine erfolgreiche zweite Saison absolviert“, sagte BMW Motorsport Direktor Mario Theissen. „Am Saisonende standen nicht nur der Sieg in Road America, sondern auch die GT-Titel in der Marken- und Teamwertung zu Buche. Das Finale war an Dramatik nicht zu überbieten, die Titelentscheidung fiel erst in der allerletzten Runde der Saison.“
In Road America (US) hatte das BMW Rahal Letterman Racing Team wie im Vorjahr
triumphiert. Nach 66 Runden überquerte der BMW M3 GT2 mit der Startnummer
90 und den Fahrern Dirk Müller (DE) und Joey Hand (US) als Sieger in der GTKlasse
die Ziellinie. In acht der neun Saisonrennen erreichte BMW jeweils
mindestens eine Podiumsplatzierung. Einer der Schlüssel für das erfolgreiche
Abschneiden war die intensive Zusammenarbeit mit Reifenpartner Dunlop. So war
es möglich, das Zusammenspiel zwischen Fahrzeug und Reifen weiter
kontinuierlich zu optimieren.
„Alles, was es brauchte, war dieser eine Punkt Vorsprung auf unsere Konkurrenten“,
sagte Teamchef Bobby Rahal. „Wenn jemand bezweifelt hätte, dass sich im
Motorsport Dramen abspielen können, dann hätte ihn die diesjährige Saison in der
GT-Klasse eines Besseren belehrt. Wir haben bewiesen, dass wir ein fantastisches
Team haben und auch im Langstreckensport eine sehr gute Figur abgeben können.
Wir freuen uns schon jetzt auf nächstes Jahr, der Wettbewerb dürfte noch einmal
härter werden.“ Für BMW waren es die ersten ALMS-Titel seit 2001. Damals hatte
Jörg Müller bei den Fahrern triumphiert, auch damals gingen Marken- und
Teamtitel nach München.

24h Nürburgring: Triumphales Comeback in der „Grünen Hölle“.
Team BMW Motorsport feiert 19. Gesamtsieg auf der Nordschleife.
Nach einer intensiven Vorbereitungsphase, in deren Verlauf das Team BMW
Motorsport im Rahmen der VLN Langstreckenmeisterschaft Podestplätze erringen
konnte, stellte sich BMW 2010 wieder der Herausforderung der Nürburgring-
Nordschleife. Zum ersten Mal seit 2005 war die Marke wieder bei diesem
Langstreckenklassiker vertreten. Damals hatte die Mannschaft unter der Ägide von
Teammanager Charly Lamm (DE) wie schon 2004 einen Doppelsieg gefeiert.
Das Comeback beim 24-Stunden-Rennen in der „Grünen Hölle“ verlief triumphal –
und das in einem der am stärksten besetzten Rennen aller Zeiten.. Fünf Jahre nach
dem jüngsten Gesamterfolg machte der BMW M3 GT2 mit der Startnummer 25
den 19. Sieg für BMW bei diesem Marathon perfekt. Das Siegerauto mit den
Piloten Jörg Müller, Augusto Farfus, Uwe Alzen und Pedro Lamy überquerte nach
154 Runden auf der 25,378 Kilometer langen Strecke als Erster die Ziellinie. Das
Fahrerquartett bot eine fehlerfreie Leistung und erkämpfte sich trotz
Getriebeproblemen in den letzten drei Stunden des Rennens den obersten Platz
auf dem Siegertreppchen.
Nach einer beeindruckenden Aufholjagd sah der zweite BMW M3 GT2 mit der
Nummer 26 und den Fahrern Dirk Werner (DE), Dirk Müller (DE), Andy Priaulx (GB)
und Dirk Adorf (DE) vor 220.000 Zuschauern auf Rang sieben die Zielflagge. Im
Anschluss an einen Unfall in Folge eines Ausweichmanövers hatten die vier Piloten
bereits früh eine Stunde in der Box verloren und waren bis auf den 182. Platz
zurückgefallen. Runde um Runde arbeitete sich die Startnummer 26 bei kühlen,
aber trockenen Witterungsbedingungen im Klassement wieder nach oben. Für
ihren Kampfgeist wurden die Piloten schließlich mit dem siebten Platz belohnt.
BMW Motorsport Direktor Mario Theissen sagte: „Das war für uns ein fantastisches
Comeback beim 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife. Dieser Sieg erinnert an den Triumph von Le Mans 1999. Eine derartige Nervenanspannung habe ich noch nicht erlebt. Denn nach dem Ausfall einiger direkter Konkurrenten hing auch bei uns der Sieg am seidenen Faden. Gegen 12 Uhr mittags bekamen wir ein Getriebeproblem an dem Siegerauto, ein Gang fiel aus. Nach 13 Uhr verabschiedeten sich sukzessive weitere Gänge. Es war eine
Meisterleistung, wie Jörg Müller und Uwe Alzen das Auto in dieser entscheidenden Phase als Erste ins Ziel gebracht haben. Die Anspannung war bei uns allen enorm hoch, um so größer war die Erlösung, als das Auto über die Ziellinie fuhr. Ein großes Dankeschön an jeden Einzelnen im Team. Alle haben perfekt harmoniert. Ein Dank gilt auch unseren treuen Fans, die uns nach fünf Jahren Pause so herzlich empfangen und unterstützt haben.“
Die beiden privaten BMW Z4 GT3 mit den Startnummern 76 und 69 von Schubert
Motorsport und Dörr Motorsport machten auf den Plätzen vier und neun das
exzellente BMW Gesamtergebnis perfekt. Mit diesem Resultat hat BMW seine
Stellung als erfolgreichster Hersteller in der Geschichte des Rennens weiter
ausgebaut. Von den 198 Teilnehmern waren 2010 nicht weniger als 63 auf BMW
Fahrzeugen am Start.

24h Le Mans: Das BMW Art Car zurück auf dem „Circuit de la Sarthe“.
BMW M3 GT2 Art Car begeistert die Fans in Le Mans.
Beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans (FR) trat das Team BMW Motorsport mit einem Kunstwerk auf vier Rädern an: Der BMW M3 GT2 mit der Startnummer 79 wurde vom US-amerikanischen Künstler Jeff Koons als „rolling sculpture“ gestaltet.
Mit dem 17. BMW Art Car setzte BMW eine lange Tradition fort, die 1975 begann und 2010 ihr 35. Jubiläum feierte. Der Auktionator und Rennfahrer Hervé Poulain (FR) hatte die Idee, BMW Rennwagen von renommierten Künstlern gestalten zu lassen. Alexander Calder (US) machte mit dem BMW 3.0 CSL den Anfang. Frank Stella (US), Roy Lichtenstein (US) und Andy Warhol (US) folgten bis 1979. All diese Fahrzeuge gingen bei den 24 Stunden von Le Mans an den Start. Der größte sportliche Erfolg gelang mit dem von Warhol gestalteten BMW M1, der auf dem sechsten Rang ins Ziel kam. In diesem Jahr trug sich Koons in die illustre Liste der Art Car Schöpfer ein.
Für das Team BMW Motorsport war der Start in der LM GT2-Klasse 2010 der erste Auftritt in Le Mans seit dem Gesamtsieg mit dem BMW V12 LMR im Jahr 1999.
Dieses Comeback verlief turbulent – und das Glück war dabei nicht unbedingt auf der Seite der BMW Piloten. Der BMW M3 GT2 mit der Startnummer 78 und den Piloten Jörg Müller, Augusto Farfus und Uwe Alzen erreichte vor 240.000 Zuschauern mit 320 gefahrenen Runden den sechsten Platz in der LM GT2-Kategorie.
Das BMW M3 GT2 Art Car erwies sich im Verlauf der Rennwoche als echter Publikumsmagnet. Dirk Müller gelang ein guter Start, und er lag auf der viel versprechenden sechsten Position, ehe er nach einem Reifenschaden verunfallte und viel Zeit in der Box verlor. Anschließend hatte auch Andy Priaulx mit technischen Problemen zu kämpfen. Schließlich rollte er am Samstag um kurz nach 20.00 Uhr eingangs der Indianapolis-Kurve aus. Dirk Werner blieb somit sein erster Renneinsatz auf dem „Circuit de la Sarthe“ verwehrt. Die Konkurrenz von Porsche, Ferrari und Chevrolet warf bei der 78. Auflage des Rennens ihren
Erfahrungsvorsprung in die Waagschale. Das Team BMW Motorsport musste sich hingegen mit den beiden BMW M3 GT2 nach ACO-Reglement in der kurzen Vorbereitungszeit jeden Fortschritt hart erarbeiten.

BMW Motorsport Direktor Mario Theissen sagte: „Das 17. BMW Art Car hat bei Fans und Medienvertretern ein überwältigendes Echo hervorgerufen. Die Zusammenarbeit mit Jeff Koons hat allen im Team viel Freude bereitet, und es war faszinierend zu sehen, wie sein Werk in Le Mans aufgenommen wurde. Natürlich hätten wir uns gerade für dieses Auto gewünscht, dass es die Zielflagge sieht. Uns war klar, dass dieses Wochenende aufgrund der kurzen Vorbereitungszeit eine große Herausforderung darstellen würde. Der BMW M3 GT2, wie er in Le Mans zum Einsatz gekommen ist, unterscheidet sich in vielen Bereichen vom Siegerauto
auf dem Nürburgring. Noch während der Zeittrainings haben wir uns mit der Basisabstimmung des Fahrzeugs beschäftigt. Wenn sich dann noch im Rennen Unfälle ereignen, die außerplanmäßige Boxenstopps zur Folge haben, wird es in der hochkarätig besetzten GT2-Klasse schwierig, in den Kampf um die Spitzenplätze einzugreifen. Dennoch lag das Podest für das Auto Nummer 78 bis vier Stunden vor Rennende in Reichweite. Insgesamt hat die Rückkehr von BMW nach Le Mans, elf Jahre nach dem Gesamtsieg von 1999, große Beachtung gefunden.“
Der Einsatz des 17. BMW Art Cars gehörte zu den Höhepunkten der diesjährigen Auflage des Sportwagenklassikers. Jeff Koons war mit seiner Familie nach Le Mans gereist, um den ersten Start eines BMW Art Cars an der Sarthe seit 1979 live mitzuverfolgen. „Dieses Rennen war eine sehr intensive Erfahrung für mich“, meinte er. „Es ist beeindruckend, die Hingabe aller Beteiligten zu sehen. Das bewegt mich sehr. Denn ich habe verstanden, was es für all die Menschen bedeutet, hier zu sein. Es ist unglücklich, dass das BMW M3 GT2 Art Car vorzeitig ausgeschieden ist. Aber das gehört zum Rennsport dazu.“

24h Spa: Drama in der letzten Stunde.
Defekt kurz vor dem Ziel kostet BMW den Sieg in Belgien.

Der 22. Gesamtsieg für BMW beim 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps
(BE) war buchstäblich zum Greifen nah. Am Ende musste sich das Team BMW
Motorsport jedoch mit den Plätzen drei und vier im Gesamtklassement zufrieden
geben. Dirk Werner, Dirk Müller und Dirk Adorf legten insgesamt 540 Runden und
knapp 3.400 Kilometer zurück, ehe der BMW M3 GT2 mit der Startnummer 79 mit
Werner am Steuer als Dritter und Sieger in der GTN-Klasse die Ziellinie
überquerte. Das zweite Auto mit der Nummer 78 und den Fahrern Jörg Müller,
Uwe Alzen und Pedro Lamy kämpfte sich nach zwei Reparaturstopps noch bis auf
Platz vier nach vorn.
Nach einer erfolgreichen Startphase fuhren die beiden BMW M3 GT2 zeitweise auf
den Plätzen eins und zwei, ehe heftige Regenfälle am Samstagabend für
schwierige Bedingungen sorgten. Zwar hörte es relativ bald wieder auf zu regnen,
dennoch blieb es noch lange zu nass, um auf Trockenreifen zu wechseln.
Nachdem die 7,004 Kilometer lange Strecke wieder abgetrocknet war, festigte die
Startnummer 79 ihre Spitzenposition und erarbeitete sich mit konstant schnellen
Zeiten im letzten Renndrittel den nötigen Vorsprung auf die späteren Sieger im
BMS Porsche 911 GT3 RS.
Mit einem Vorsprung von mehr als zwei Runden im Rücken fuhr Schlusspilot
Werner dem Sieg entgegen, als 40 Minuten vor dem Rennende links vorne die
Spurstange brach und das Fahrzeug in die Reifenstapel einschlug. Zwar schaffte
es Werner zurück in die Box, aber die notwendige Reparatur warf den BMW M3
GT2 kurz vor dem Ziel auf den dritten Platz zurück. Nach zwei Reparaturstopps lag
der BMW M3 GT2 mit der Nummer 78 teilweise bis zu neun Runden hinter dem
Schwesterauto auf Rang 14, kämpfte sich aber wieder auf den vierten Platz zurück.
„Wir haben im Motorsport schon alles erlebt“, sagte BMW Motorsport Direktor
Mario Theissen nach dem packenden Langstreckenklassiker. „Es gab Rennen, in
denen wir als Außenseiter am Ende ganz oben auf dem Treppchen jubeln durften.
Hier ist es anderes gelaufen. Wir waren bestens vorbereitet. Das Team hat sehr gut
harmoniert und im Verlauf des Wochenendes exzellente Arbeit geleistet. Wir haben
das Rennen dominiert, und dann am Ende wegen eines vergleichsweise kleinen
technischen Defekts in den letzten 40 Minuten den Sieg noch verloren. Das ist
bitter für die ganze Mannschaft, aber auch ein Teil des Sports, solche Dramen
gehören dazu.“ Damit blieb es für BMW bei 21 Gesamtsiegen bei diesem
Langstreckenrennen, das 2010 zum 63. Mal ausgetragen wurde. Kein anderer
Hersteller hat bei den 24 Stunden von Spa häufiger gewonnen als BMW.

Intercontinental Le Mans Cup:
Premierensieg in China.

BMW Team Schnitzer siegt in der ILMC-Debütsaison.
Neben den Starts in der American Le Mans Series, in der VLN auf dem
Nürburgring und bei den drei 24-Stunden-Klassikern bestritt der BMW M3 GT2
auch den Intercontinental Le Mans Cup (ILMC), der 2010 zum ersten Mal
ausgetragen wurde. Drei Rennen in Europa, Nordamerika und Asien standen auf
dem Programm.
In Silverstone (GB) war das BMW Team Schnitzer für den Einsatz des GTSportwagens
mit der Startnummer 78 verantwortlich. Jörg Müller und Dirk Werner
belegten beim 1000-Kilometer-Rennen den achten Platz in der LM GT2-Klasse.
Das Fazit nach dem Saisonfinale der Le Mans Series, das zugleich den ILMC
eröffnete, fiel zweigeteilt aus. Während die Mannschaft mit der Platzierung nach
145 Runden nicht zufrieden war, gab die im Vergleich zu den früheren Starts in der
diesjährigen LMS deutlich verbesserte Performance Anlass zu Optimismus.
Der zweite ILMC-Lauf war das traditionsreiche „Petit Le Mans“ am 2. Oktober.
Beim Saisonfinale der American Le Mans Series in Road Atlanta (US) vertrat das
BMW Rahal Letterman Racing Team die Farben von BMW. Dirk Werner, Bill
Auberlen und Tommy Milner belegten mit dem BMW M3 GT2 Nummer 92 in der
GT-Klasse den vierten Platz, während sich ihre Teamkollegen Andy Priaulx, Dirk
Müller und Joey Hand nach Problemen in der Frühphase des Rennens mit Platz 13
zufrieden geben mussten. Mit dem vierten Platz machte das BMW Rahal
Letterman Racing Team nicht nur den Titelgewinn in der American Le Mans Series
perfekt, sondern errang auch das bis dato beste Ergebnis im ILMC.
Beim Finale in Zhuhai (CN) sollte es noch besser kommen. Jörg Müller und Dirk
Werner feierten für das BMW Team Schnitzer den Sieg in der LM GT2-Klasse.
Nach 202 Runden sah Schlussfahrer Müller mit einem Vorsprung von 1:32,141
Minuten auf die Zweitplatzierten die Zielflagge. Es war der erste Triumph für den
BMW M3 GT2 in dieser Spezifikation und zugleich der erste Sieg von BMW Team
Schnitzer auf dem chinesischen Festland. Von Platz drei gestartet legte Müller mit
einem guten ersten Stint den Grundstein für den Erfolg. Als er das Steuer am Ende
der 39. Runde an seinen Teamkollegen übergab, fuhr er bereits an der Spitze.
Werner absolvierte einen Doppelstint, verteidigte die Führung und wechselte in
Runde 121 zurück auf Müller, der das 1000-Kilometer-Rennen erfolgreich zu Ende
fuhr. Während einige Konkurrenten durch Zwischenfälle zurückgeworfen wurden,
konnte der BMW M3 GT2 das Rennen ohne besondere Vorkommnisse
absolvieren und so für einen erfolgreichen Abschluss des ILMC 2010 sorgen.

FIA WTCC: Sieben Mal siegreich unddennoch enttäuscht.
Priaulx hält WM-Kampf lange offen und feiert mehr Siege als je zuvor.

Sechs Siege von BMW Team RBM Pilot Andy Priaulx und ein Triumph von
Privatfahrer Colin Turkington waren nicht genug, um BMW nach 2005, 2006 und
2007 einen weiteren Titel in der FIA World Touring Car Championship zu
bescheren. In der Fahrerwertung schloss Priaulx, der 2010 bei der Anzahl der
Rennsiege eine persönliche Bestmarke aufstellte, die Saison mit 246 Punkten auf
dem vierten Rang ab. Der Titel ging zum zweiten Mal nach 2008 an Chevrolet-Pilot
Yvan Muller (FR). Priaulx’s Teamkollege Augusto Farfus konnte im Verlauf der
Saison 167 Zähler sammeln und erreichte im WM-Klassement den siebten Platz.
Bei den Herstellern kam BMW mit 580 Punkten auf Rang drei, während Chevrolet
erstmals den WM-Titel feiern konnte.
„Nach den Auftaktrennen hatte es schon so ausgesehen, als könnten Andy und
Augusto in diesem Jahr nicht um die Meisterschaft mitfahren“, meinte BMW
Motorsport Direktor Mario Theissen. „Doch das Team hat sich großartig
zurückgekämpft. Unsere WM-Chancen haben wir erst durch den nachträglichen
Wertungsausschluss im Anschluss an die Rennen in Okayama eingebüßt. Bis
dahin hatte Andy noch Chancen auf den Titel.“
Mit jeweils drei Fahrer- und Herstellertiteln seit 2005 bleibt BMW der
erfolgreichste Hersteller in der Tourenwagen-WM. Auch die Gesamtbilanz in der
Saison 2010 konnte sich sehen lassen: Insgesamt standen sieben Siege, 13
Podestplätze, zwei Polepositions und sechs schnellste Rennrunden zu Buche.
Priaulx gelang in Brünn (CZ) der 50. Sieg für BMW in dieser Meisterschaft.
Insgesamt konnte BMW bisher 52 WTCC-Rennen siegreich gestalten.
In der Independents’ Trophy sicherte sich in Sergio Hernández zum vierten Mal
seit 2005 ein BMW Privatfahrer den Spitzenplatz. Der Fahrer von der Scuderia
Proteam Motorsport sammelte am Steuer seines BMW 320si WTCC im
Jahresverlauf 156 Punkte und verwies seinen Markenkollegen Franz Engstler (DE)
auf den zweiten Platz. BMW Privatfahrer Kristian Poulsen (DK) belegte Rang drei.
Insgesamt gelang sieben BMW Fahrern der Sprung in die Top-10.

Die Rennen der FIA World Touring Car Championship 2010 im Überblick.
Schwieriger Start.

Das Jahr beginnt für das BMW Team RBM mit schwierigen Rennen in Curitiba (BR).
Bei nassen Bedingungen kommt Andy Priaulx im ersten Lauf des Jahres
unmittelbar vor seinem Teamkollegen Augusto Farfus als Fünfter ins Ziel.
Kollisionen beim Start zum zweiten Rennen haben zur Folge, dass Priaulx seinen
BMW 320si WTCC mit gebrochener Radaufhängung in der Box abstellen muss,
während Farfus auf Platz sechs ins Ziel kommt.
Kurioser Triumph.
Am zweiten Rennwochenende der Saison in Marrakesch (MA) feiert Priaulx nach
Platz acht in Lauf eins im zweiten Rennen seinen ersten Saisonsieg. Über weite
Strecken ist das Safety-Car im Einsatz. Priaulx behält jedoch nach dem Neustart die
Nerven und verteidigt dank einer fulminanten Schlussrunde die Führung. Weniger
gut läuft es für Farfus, der als Zehnter im ersten Rennen noch einen
Meisterschaftspunkt sammelt, im zweiten Lauf aber vorzeitig ausscheidet.
Unerwarteter Doppelerfolg.
Der Auftakt der Europa-Saison gerät für BMW zum Erfolg auf ganzer Linie. In
Monza (IT) feiert das BMW Team RBM seinen ersten Doppelsieg. Priaulx überquert
im fünften Lauf der Saison denkbar knapp vor Farfus als Erster die Ziellinie. Im
zweiten Rennen des Tages sammeln die beiden BMW Werksfahrer mit den Plätzen
vier und fünf weitere Meisterschaftspunkte.
Beim Heimspiel ganz vorne.
In Zolder (BE) bleibt Priaulx in der Erfolgsspur. Nach Platz acht im ersten Rennen
münzt der dreimalige Weltmeister in Lauf zwei die Poleposition in einen
ungefährdeten Start-Ziel-Sieg um. Teamkollege Farfus stockt mit den Rängen neun
und acht sein Punktekonto beim Heimspiel vom BMW Team RBM ebenfalls weiter
auf.
Aufholjagd in Portimão.
Bei der WTCC-Premiere des „Autódromo Internacional do Algarve“ (PT) erweist
sich Farfus als fleißigster Punktesammler für das BMW Team RBM. Nach Platz vier
im ersten Lauf beendet der Brasilianer das zweiten Rennen als Fünfter. Priaulx
scheidet in Lauf eins nach einer Kollision aus, kämpft sich aber in Rennen Nummer
zwei vom 19. auf den vierten Platz.
Triumph vor heimischer Kulisse.
In Brands Hatch (GB) feiert BMW seinen zweiten Doppelsieg der Saison. Im
zweiten Lauf gelingt Priaulx bei seinem Heimspiel vor BMW Privatier Colin
Turkington den vierten Saisonsieg. Im ersten Rennen ist Turkington als Dritter sogar
der bestplatzierte BMW Fahrer, während Priaulx nach einer Bestrafung eines
Konkurrenten als Siebter gewertet wird. Farfus schafft in England mit den Plätzen
sechs und acht in beiden Rennen den Sprung in die Punkteränge.

Jubiläumssieg in Tschechien.
Nach Platz fünf im ersten Rennen feiert Priaulx in Lauf zwei einen historischen
Erfolg. Sein fünfter Saisonsieg in Brünn (CZ) ist gleichbedeutend mit dem 50.
Triumph von BMW in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft seit 2005. Farfus stockt
mit den Plätzen vier und fünf seine Punktekonto auf, während Turkington als Zweiter
in Lauf zwei das exzellente Gesamtergebnis von BMW beim Gastspiel auf dem
„Automotodrom Brno“ komplettiert.
Stark beim BMW Heimspiel.
Traditionell zeigt sich BMW beim Heimspiel in Oschersleben (DE) in glänzender
Form. Farfus gelingt mit zwei zweiten Plätzen in beiden Rennen der Sprung auf das
Podium, während Priaulx nach Rang fünf im ersten Lauf in Rennen Nummer zwei –
wie so oft in dieser Saison – fehlerlos agiert und den Sieg feiert. Somit feiert BMW
im zwölften WM-Rennen in Oschersleben den zehnten Sieg.
Abschied aus Europa.
Die Europa-Saison endet für Priaulx in Valencia (ES) mit einem fünften und einem
vierten Platz. Der dreimalige Weltmeister liegt damit in der Fahrerwertung weiterhin
auf dem zweiten Platz und wahrt vor den Überseerennen in Okayama und Macau
seine Chancen auf den Gewinn der Meisterschaft. Farfus wird im ersten Lauf von
einem Konkurrenten getroffen und fällt mit einem Reifenschaden bis ans Ende des
Feldes zurück. Dank einer kämpferischen Leistung arbeitet er sich im
Nachmittagsrennen vom 18. auf den achten Rang vor.
Turbulente Rennen in Japan.
Zunächst sieht es so aus, als könne sich das BMW Team RBM eine gute
Ausgangsposition für das Saisonfinale in Macau erarbeiten. Farfus feiert nach Platz
vier im ersten Lauf bei extrem schwierigen und nassen Bedingungen in Rennen
zwei seinen ersten Saisonsieg. Zum anderen gelingt Priaulx im ersten Rennen, das
aufgrund der starken Regenfälle wie auch der zweite Lauf hinter dem Safety-Car
gestartet wird, auf Rang zwei der Sprung auf das Podium. Allerdings verlieren die
beiden BMW Piloten die in Japan gewonnenen Punkte nachträglich aufgrund einer
Entscheidung des FIA Berufungsgerichts. Auf dem „Okayama International Circuit“
waren beide Piloten im BMW 320si GBS mit sequenziellem Getriebe angetreten.
Während die FIA Stewards vor Ort den Einsatz als regelkonform eingestuft hatten,
revidierte das Berufungsgericht diese Entscheidung. BMW Privatier Turkington wird
nachträglich als Sieger des zweiten Rennens gewertet.
Punkte beim Finale.
Das BMW Team RBM stockt beim Saisonfinale in Macau noch einmal sein
Punktekonto auf: Im 22. Rennen des Jahres überquert Farfus auf dem „Guia
Circuit“ als Fünfter die Ziellinie. Priaulx zeigt nach einem unverschuldeten Unfall am
Start von Lauf eins im zweiten Rennen eine beeindruckende Aufholjagd vom 22.
Startplatz und sammelt als Siebter noch sechs WM-Punkte. In Rennen eins belegt
Farfus den sechsten Platz.

Formula BMW Europe: Packendes Finale in Monza.
Frijns krönt Aufholjagd mit Titelgewinn in der Formula BMW Europe.

Über die gesamte Saison lieferte sich Robin Frijns (NL) ein fesselndes Duell mit
Jack Harvey (GB) um den Spitzenplatz in der Formula BMW Europe. Mit einem
Sieg und einem dritten Platz beim Finale in Monza (IT) zog der Fahrer von Josef
Kaufmann Racing auf der Zielgerade noch an seinem englischen Konkurrenten
vorbei und sicherte sich den Fahrertitel in der renommierten Nachwuchsrennserie.
Damit tritt Frijns in die Fußstapfen zahlreicher prominenter Piloten, die in der Formel
BMW erste Erfahrungen im Formelsport gesammelt und die ersten wichtigen
Siege ihrer Rennsport-Karriere errungen haben: 2010 gingen in Sébastien Buemi
(CH), Timo Glock (DE), Nico Hülkenberg (DE), Christian Klien (AT), Nico Rosberg
(DE), Bruno Senna (BR), Adrian Sutil (DE) und Sebastian Vettel (DE) gleich acht
Formel BMW Absolventen in der Formel-1-Weltmeisterschaft an den Start. Vettel
gelang als erstem ehemaligen Formel BMW Fahrer der Titelgewinn.
Frijns und seine Konkurrenten um den Triumph in der Formula BMW Europe
wandelten 2010 buchstäblich auf den Spuren ihrer großen Vorbilder. Bei sieben der
acht Rennveranstaltungen stellten die Talente ihr Können im Formel-1-
Rahmenprogramm unter Beweis.
Ab dem ersten Rennen entspann sich zwischen Frijns und Harvey, die bereits Jahre
vorher im Kart gegeneinander gefahren waren, ein Zweikampf. Harvey übernahm
beim Saisonauftakt die Gesamtführung und gab sie bis zum 15. Rennen nicht mehr
ab. Vor den Läufen in Monza hatte es Harvey auf sechs Siege gebracht, Frijns war
fünf Mal als Sieger ins Ziel gekommen. Nun ging es um alles. Mit seinem Erfolg im
15. Lauf glich Frijns in dieser Bilanz aus, ehe der letzte Triumph des Jahres an
Harvey ging.
Neben unzähligen Erfolgserlebnissen erlebte Frijns im Saisonverlauf auch
Rückschläge. Im Rückblick auf die 16 Saisonrennen sagte er: „Die größte
Enttäuschung in diesem Jahr erlebte ich im ersten Rennen in Barcelona, als ich
einen Unfall hatte. Es war aber nicht mein Fehler. Der Höhepunkt war Zandvoort, als
ich im Regen mit einem Vorsprung von acht Sekunden gewinnen konnte. Dort war
ich wirklich sehr schnell. Es gab viele tolle Momente, schließlich habe ich insgesamt
sechs Rennen gewonnen. Speziell war der Sieg in Monza, denn den brauchte ich
unbedingt, um im Titelrennen zu bleiben.“

Formula BMW Pacific: Strahlende Sieger und ein glücklicher Champion.
Richard Bradley gelingt perfekte Debütsaison im Formelsport.

Zuletzt war es dem Neuseeländer Earl Bamber 2006 gelungen, gleich in seinem
ersten Jahr in der Formula BMW Pacific den Titel zu gewinnen. In der abgelaufenen
Saison gelang dem in Singapur lebenden Richard Bradley (GB) dasselbe
Kunststück. Bereits nach dem 13. von 15 Rennen stand der 19-Jährige als Meister
und Rookie-Cup-Sieger fest.
In Okayama (JP) feierte Bradley seinen siebten Saisonsieg, der ihm in der
Fahrerwertung einen uneinholbaren Vorsprung auf den Oscar Tunjo (CO)
einbrachte. Im Schlussklassement verwies der Eurasia Motorsport Pilot mit 217
Punkten seinen kolumbianischen Konkurrenten mit einem Vorsprung von 76
Zählern auf Rang zwei.
Wie auch ihre Fahrerkollegen in Europa konnten sich die Teilnehmer der Formula
BMW Pacific 2010 auf der prominentesten Bühne im internationalen Motorsport
beweisen: der Formel 1. Die Youngsters kämpften auf dem „Sepang International
Circuit“ von Kuala Lumpur (MY) und auf dem „Marina Bay Circuit“ von Singapur im
Rahmen der Königsklasse um Punkte und Siege. Beide Male konnte sich Bradley in
die Siegerliste eintragen. Hinzu kamen weitere Erfolge in Guangdong (CN) und
Okayama.
„Ich bin absolut begeistert, dass ich den Titel gewonnen habe“, meinte Bradley
nach seinem bis dato größten Erfolg im Motorsport. „Einer der Schlüssel war ganz
sicher mein Alter und meine Reife. Als 19-Jähriger kann ich die Dinge etwas besser
kalkulieren als jüngere Fahrer. Es war ein fantastisches Jahr, die Zusammenarbeit
mit dem Team war klasse, und ich habe eine Menge gelernt.
Das Saisonfinale der Formula BMW Pacific auf dem engen „Guia Circuit” von
Macau war zugleich das letzte Rennen der Formel BMW in ihrer alten Form. Nicht
weniger als 27 Fahrerinnen und Fahrer sorgten noch einmal für ein
Rekordstarterfeld in der Formula BMW Pacific. Carlos Sainz junior (ES) trug sich auf
der 6,117 Kilometer langen Strecke als letzter Formel BMW Sieger in die
Geschichtsbücher ein.

BMW Sportpokal: Zweiter Gesamtsieg für Richard Göransson.
BMW Sportpokal 2010 geht nach Schweden.

Richard Göransson (SE) krönte seine erfolgreiche Saison 2010 mit dem Gewinn
einer weiteren Trophäe. Bei der BMW Sportpokal Verleihung in München erhielt der
32-Jährige Anfang Dezember von BMW Motorsport Direktor Mario Theissen den
Scheck über 30.000 Euro für den Gesamtsieg. Göransson, der 2010 den Titel in
der Schwedischen Tourenwagen-Meisterschaft (STCC) errang, sammelte im
Jahresverlauf 474 Punkte für die traditionsreiche BMW Privatfahrerwertung. Damit
verwies er das japanische Fahrerduo Nobuteru Taniguchi und Masataka Yanagida,
die im BMW Z4 M Coupé die Super Taikyu Series gewinnen konnten, auf den
geteilten zweiten Rang. Dahinter folgte der BMW M3 Pilot Thomas Biagi (IT), der
diesjährige Meister der Superstars Series.
Bereits seit den 1960er Jahren wird der BMW Sportpokal alljährlich an die
erfolgreichsten BMW Privatfahrer aus aller Welt vergeben. Das
Rekordteilnehmerfeld von 214 Fahrerinnen und Fahrern aus 25 Ländern war auch
2010 ein eindrucksvoller Beleg für das große Interesse am Kundensport-Programm
von BMW Motorsport. Insgesamt gingen im Saisonverlauf Erfolgsmeldungen aus
32 Rennserien weltweit in der Unternehmenszentrale in München ein. Das
Gesamtpreisgeld betrug auch 2010 wieder rund 250,000 Euro.
„Herzlichen Glückwunsch an Richard Göransson zum Gewinn des BMW
Sportpokals“, sagte BMW Motorsport Direktor Mario Theissen. „Richard ist eine
konstante Größe in der Gilde der BMW Privatfahrer. Schon 2004 konnte er sich im
Gesamtklassement durchsetzen und auch in den folgenden Jahren die BMW
Farben mit unzähligen Rennsiegen würdig vertreten. Sein diesjähriger Triumph mit
dem BMW 320si in Schweden verdient größten Respekt. Ein Kompliment geht an
alle 214 BMW Sportpokal Teilnehmer. Dank ihrer Leistungen in unterschiedlichsten
BMW Rennwagen haben sie maßgeblichen Anteil an der breiten Präsenz von BMW
im internationalen Motorsport.“
Göransson erreichte in der STCC drei Siege und sieben weitere Podestplätze.
Diese Ergebnisse brachten ihm seine achte Einladung zur BMW Sportpokal
Verleihung hintereinander ein. Sechs Mal gelang ihm sogar der Sprung in die Top-
Drei. Er meinte: „Der Titel in Schweden bedeutet mir sehr viel. Jetzt auch noch
beim BMW Sportpokal ganz oben zu stehen, ist doppelt schön. Ich mag die
Atmosphäre bei der Preisverleihung in München sehr. Es macht Spaß, die anderen
Fahrer aus der ganzen Welt zu treffen und sich mit ihnen auszutauschen. All das als
Sieger zu tun, ist fantastisch. Vielen Dank an BMW für die Unterstützung.“

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