BMW Welt Jazz Award 2012

BMW Welt Jazz Award 2012

BMW Welt Jazz Award 2012

Der BMW Welt Jazz Award startet ins vierte Jahr. Mit „Jazz and the City“ treten internationale Ensembles in München gegeneinander an.

17.11.2011München. Unter dem Motto „Jazz and the City“ startet der BMW Welt Jazz Award im Jahr 2012 in die vierte Saison. Standen bislang einzelne Instrumente im Mittelpunkt, so setzt der BMW Welt Jazz Award 2012 erstmals einen inhaltlichen Schwerpunkt: Sechs herausragende Repräsentanten der internationalen Jazz-Zentren Oslo, Paris, Barcelona, Wien, Tokio und New York präsentieren das breite Spektrum des Jazz mit individuellen und landestypischen Elementen.

Frank-Peter Arndt, Mitglied des Vorstands der BMW AG kommentiert: „Der BMW Welt Jazz Award hat sich in nur drei Jahren zu einem Aushängeschild der Musikmetropole München entwickelt. Auch wenn der Veranstaltungsort bewusst lokal gewählt ist – der Anspruch des Wettbewerbs 2012 geht weit über die Grenzen der Landeshauptstadt hinaus.“

Oliver Hochkeppel, Vorsitzender der Jury, ergänzt: „Vom Start weg hat der BMW Welt Jazz Award die Erwartungen übertroffen. Ein jeweils Wochen vorher ausverkauftes Finale im großen Auditorium, dazu kontinuierlich zwischen 500 und 1100 Besucher bei jeder Matinee im Doppelkegel – das sind Zahlen, von denen Jazzclubs nur träumen können. Spannender und hochklassiger denn je verspricht die vierte Auflage des BMW Welt Jazz Award, „Jazz and the City“, zu werden: Die Zuschauer erwartet ein Wettstreit nationaler Dialekte innerhalb der Welt des Jazz, eine Entdeckungsreise durch noch unbekannte Regionen der Musik, und nicht zuletzt eine sinnliche Begegnung mit dem urbanen Puls unserer Zeit.“

Ablauf des BMW Welt Jazz Award 2012

Auswahlmatineen 11:00 bis ca.13:30 Uhr im Doppelkegel:

22. Januar 2012 Erik Truffaz Quartet – Paris

29. Januar 2012 Agustí Fernández‘ Aurora Trio – Barcelona

26. Februar 2012 Hoppy Kamiyama – Tokio

04. März 2012 Dan Tepfer Trio – New York

18. März 2012 Mathias Eick Quintet – Oslos

25. März 2012 Wolfgang Muthspiel Drumfree – Wien

Eintritt frei, keine Sitzplatzgarantie. Einlass ab 10:30 Uhr.

Finale im Auditorium der BMW Welt um 19 Uhr:

05. Mai 2012 Abschlusskonzert mit den zwei nominierten Finalisten

Tickets für das Finale am 05. Mai. 2012 erhalten Sie ab 22. Januar 2012 in der BMW Welt und bei München Ticket.

Jury und Publikumspreis

Der BMW Welt Jazz Award ist mit einem Preisgeld von 15.000 € verbunden, von dem 10.000 € der Erst- und 5.000 € der Zweitplatzierte sowie eine von BMW Design eigens entworfenen Trophäe erhält. In sechs sonntäglichen Matineen präsentieren sich sechs internationale Ensembles dem Publikum und der Fachjury. Diese nominiert zwei dieser Ensembles für das große Abschlusskonzert und kürt dort schließlich den Gewinner.

Die hochkarätige Jury unter dem Vorsitz von Oliver Hochkeppel (Musik- und Kulturjournalist der Süddeutschen Zeitung) setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen:

Christiane Böhnke-Geisse, Leitung Jazzclub Unterfahrt, München

Heike Lies, Musikwissenschaftlerin, Bereich Musik und Musiktheater im Kulturreferat der Landeshauptstadt München

Andreas Kolb, Chefredakteur „JazzZeitung“ und „neue musikzeitung“

Roland Spiegel, Musikredakteur mit Schwerpunkt Jazz beim Bayerischen Rundfunk, BR-KLASSIK

Zusätzlich zum Jurypreis wird ein Publikumspreis ausgelobt. Nach jedem Konzert haben die Zuschauer die Möglichkeit, das jeweilige Ensemble zu bewerten. Das Ensemble mit der besten Durchschnittsnote nach Auswertung aller Konzerte gewinnt einen exklusiven Aufenthalt und einen Auftritt vor ausgesuchtem Publikum auf Schloss Elmau. Dieser Preis wird von Schloss Elmau zur Verfügung gestellt und im Rahmen des Abschlusskonzerts übergeben. Unter allen abgegebenen Stimmzetteln werden ferner attraktive Preise verlost.

Künstler und Ensembles

22. Januar 2012: Erik Truffaz Quartet – Paris

Den gebürtigen Schweizer Erik Truffaz kann man inzwischen mit einigem Recht den Miles Davis der Pariser Szene nennen. Nicht nur wegen seines ätherischen Trompetensounds, sondern auch, weil er sich wie die amerikanische Legende immer wieder neu orientiert und ein überzeugter Vertreter des Kollektivgedankens ist. Die Band steht bei ihm im Mittelpunkt, ob er sich nun akustischen oder elektronischen Klängen, ob klassischem Jazz, Jazzrock oder NuJazz widmet. Mehr als die Summe der Teile ist auch sein seit 1997 bestehendes Quartett mit Marcello Giuliani am Bass, Marc Erbetta am Schlagzeug und Benoit Corboz am Klavier.

29. Januar 2012: Agustí Fernandez‘Aurora Trio – Barcelona

In der vibrierenden Jazzszene von Barcelona gehört der Pianist Agustí

Fernández zu den führenden Klangforschern, seit er mit 13 Jahren professioneller Musiker wurde. Der aus Palma de Mallorca stammende Stilist gründete hier mehrere Orchester, war Leiter zahlreicher katalanischer Festivals, arbeitete für Bühne, Film und Fernsehen, fürs Puppentheater sowie für die wichtigsten Choreographen der spanischen Tanzszene; er lehrt am Catalan College of Music und war an über 50 CD-Produktionen beteiligt. Seit 2005 konzentriert er sich stark auf das Aurora Trio mit dem britischen Bassisten Barry Guy und dem Schlagzeuger Ramón López, ebenfalls ein Aushängeschild von Barcelonas Musikszene. Vielfach preisgekrönt arbeiten die drei hier an einer neuen, in der Reduktion auf minimale Strukturen sehr suggestiven Jazzsprache.

26. Februar 2012: Hoppy Kamiyama – Tokio

Seit jeher pendelt die Tokioter Musikszene zwischen den Extremen: Zwischen puristischer Traditionspflege und futuristischer Avantgarde. Letzterer hat sich früh der vielseitige und umtriebige Keyboarder und Produzent Hoppy Kamiyama zugewandt. Mauricio Kagel, Luciano Berio oder Karlheinz Stockhausen, mithin Vertreter einer sehr abstrakten Neuen Musik, nennt er dementsprechend als prägende Einflüsse. Und doch steht seine Arbeit auch im Zeichen jazziger Improvisation und einer Vorliebe für Rhythmik. Dokumentiert ist dies durch eine Vielzahl von zumeist im eigenen Label verlegten Alben, mit Bands wie X-Girls oder in der Zusammenarbeit mit internationalen Größen wie Bill Laswell, Jim Linton oder Marc Ribot. Umso spannender dürfte es werden, wenn Kamiyama bei seiner München-Premiere in der BMW Welt seine typisch Tokioter Klangwelten ganz alleine erschafft.

04. März 2012: Dan Tepfer Trio – New York

Nach wie vor ist New York das Mekka des Jazz, für das Frank Sinatras gesungenes Diktum gilt: Wer es hier schafft, schafft es überall. Zu denen, die den „Big Apple“ schon erobert haben, gehört unwiderlegbar Dan Tepfer. Der in Paris geborene, im Jazz wie klassisch ausgebildete Pianist mit einem Bachelor in Astrophysik hat bereits einige wichtige amerikanische Preise und Kritikerumfragen gewonnen, zuletzt wurde er von JazzTimes zum besten jungen Künstler des Jahres 2010 gewählt. Vor allem aber hat Tepfer es mit erst 29 Jahren bereits geschafft, die verschiedensten Einflüsse und Jazz-Idiome in einen eigenen Personalstil, eine künstlerische Identität zu überführen. Beim Auftritt seines Trios im Doppelkegel der BMW Welt kann man sich davon erstmals in Deutschland überzeugen.

18. März 2012: Mathias Eick Quintet – Oslo

Neben der exzellenten musikalischen Ausbildung gibt es einige andere Gründe, warum aus dem bevölkerungsmäßig kleinen Norwegen so viele herausragende Jazzmusiker kommen. Zum Beispiel das Vorbild von Jan Johannsons und Bengt-Arne Wallins stilprägender Beschäftigung mit der eigenen Volksmusik und dem daraus resultierenden unverwechselbaren „nordischen“ Klang. Ein Musterbeispiel ist der 32-jährige Mathias Eick, der die stolze Reihe skandinavischer Trompeter wie Nils Petter Molvaer oder Arve Henriksen fortsetzt, die sich durch einen eigenwillig lyrischen, traumverlorenen und schwerelosen Ton auszeichnen. Eick macht ihn unermüdlich für beinahe alle Jazz-Stile nutzbar: in den Bands so unterschiedlicher Größen wie Jacob Young, Mike Stern oder Manu Katché; in der NuJazz-Truppe Jaga Jagist ebenso wie im Trondheim Jazz Orchestra; zuletzt konzentrierte er sich auf das eigene Quintett, das nun auch in der BMW Welt zu hören sein wird.

25. März 2012: Wolfgang Muthspiel Drumfree – Wien

In der von Bläsern und Streichern dominierten Wiener Jazzszene ist seit einigen Jahren ein Gitarrist der prominenteste Name: Wolfgang Muthspiel, der „European Jazzmusician 2003“, gehört zu den Großen seiner Zunft. Bekannt wurde der Mann aus der Steiermark zunächst in den USA: Vibraphonist Gary Burton holte ihn blutjung als Nachfolger von Pat Metheny in seine Band, seither unterstreicht Muthspiel an der Seite der verschiedensten Jazzstars seine Vielseitigkeit: bei den Bassisten Gary Peacock und John Patitucci, an der Seite der Sängerinnen Maria Joao oder Rebekka Bakken oder bei Instrumentalisten wie Dhafer Yussef, Brian Blade oder zuletzt Ralph Towner. Im Rahmen seiner stilistischen Offenheit hat er früh Sample- und Loop-Techniken eingesetzt. Beim BMW Welt Jazz Award 2012 wird der Freigeist an der Seite des Schweizer Saxophonisten Andy Scherrer und des deutschen Vorzeige-Bassisten Dieter Ilg den aktuellen Stand der Jazzgitarre demonstrieren.

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