Erste neue E-Klasse rollt in Sindelfingen vom Band

26.2.2016 Sindelfingen. Im Mercedes-Benz Werk Sindelfingen hat die Serienproduktion der neuen E-Klasse begonnen. „In unseren Werken bei Mercedes-Benz laufen im Jahr rund zwei Millionen Pkw vom Band. Jedes dieser Fahrzeuge ist für uns etwas Besonderes – doch dieses ist einzigartig: Es ist das erste Modell der neuen E-Klasse. Vor uns steht die intelligenteste Business-Limousine der Welt, gebaut von den besten Mitarbeitern der Welt. Intelligent, innovativ, voller Hightech – und das in Premiumqualität. Wir sind überzeugt: Sie wird unsere Kunden in der ganzen Welt beeindrucken“, so Markus Schäfer, Mitglied des Bereichsvorstands Mercedes-Benz Cars, Produktion und Supply Chain Management.

Die neue E-Klasse hat eine einzigartige Tradition. Mit insgesamt über 13 Millionen verkauften Limousinen und T-Modellen ist die E-Klasse das meistverkaufte Fahrzeug in der Geschichte von Mercedes-Benz. Zum offiziellen Produktionsbeginn versammelte Mercedes-Benz neun Vorgängerbaureihen am Finish-Band der Business-Limousine in Sindelfingen. „Mit dem Start der Serienproduktion schreiben wir im 101. Jahr unseres Bestehens die Sindelfinger Erfolgsgeschichte fort“, sagt Michael Bauer, Standortverantwortlicher des Mercedes-Benz Werks Sindelfingen. „Die E-Klasse steht für all das, was unser Werk als Kompetenzzentrum für die Ober- und Luxusklasse ausmacht: Tradition, Innovation und der Anspruch, unter den Besten der Welt Standards zu setzen.“

Serienfertigung mit innovativen digitalen Technologien vorbereitet

Die neue E-Klasse setzt gestalterische Akzente mit einem klaren und gleichzeitig emotionalen Design sowie einem hochwertigen, exklusiven Interieur. Zudem feiern in der E-Klasse zahlreiche technische Innovationen ihre Weltpremiere. Sie ermöglichen beispielsweise komfortables, sicheres Fahren auf höchstem Niveau sowie neue Dimensionen der Fahrerentlastung. Infotainment- und Bediensysteme bieten zudem ein völlig neues Erlebnis. Zu den Highlights des optionalen Fahrerassistenzpakets zählt unter anderem der DRIVE PILOT: Mit diesem System geht Mercedes-Benz den nächsten Schritt auf dem Weg zum autonomen Fahren. Es kann als Abstands-Pilot DISTRONIC auf Autobahnen und Landstraßen nicht nur automatisch den korrekten Abstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen halten, sondern ihnen auch erstmals im Geschwindigkeitsbereich bis 210 km/h folgen. Der Fahrer kann somit entlastet werden, indem er im normalen Fahrbetrieb nicht durch Bremsen oder Gas geben eingreifen muss und durch den Lenk-Pilot deutlich unterstützt wird – sogar in moderatem Kurvenverkehr wirkungsvoll. Ebenfalls einzigartig: Bis 130 km/h kann das System wie in einem Schwarm durch Berücksichtigung von umgebenden Fahrzeugen und Parallelstrukturen auch bei nicht eindeutigen Linien, zum Beispiel in Baustellen, oder sogar ohne Linien weiterhin aktiv eingreifen. Damit entlastet und unterstützt das System den Fahrer vor allem im Kolonnen- und Stauverkehr wirkungsvoll.

Innovative digitale Technologien kommen nicht nur im Fahrzeug selbst zum Einsatz; bereits zu einem frühen Zeitpunkt in der Produktentstehung sichern sie eine effiziente Produktion. Die Herstellbarkeit des Fahrzeugs wird beispielsweise durch innovative Methoden zur Abbildung einer digitalen Fertigungsprozesskette gewährleistet: Dies beginnt bei Einzelteilen und deren Werkzeugen im Rohbau, geht über die Zusammenbau-Simulation im Rohbau bis hin zu den korrosionsschützenden Fertigungsschritten in der Lackierung. Allein bei der Montage wurden dafür rund 4.000 einzelne Prozesse untersucht und lange vor Produktionsstart auf deren technische Machbarkeit geprüft. Eine Besonderheit hierbei ist die virtuelle Montage: In einem mit speziellen Kameras ausgestatteten Raum befestigen erfahrene Mitarbeiter virtuelle Bauteile an einem digital simulierten Fahrzeug. Durch dieses Erproben mit dem Avatar lässt sich lange vor Inbetriebnahme der echten Fertigung genau beurteilen, wie sich die jeweilige Arbeit am besten bewerkstelligen lässt. Auch in dieser Hinsicht setzt die neue E-Klasse Maßstäbe.

Parade der automobilen Innovationsträger zum Serienstart

Den Beginn der Serienfertigung seines Kernproduktes feierte das Werk mit einer beeindruckenden Parade von automobilen Innovationsträgern. Vertreten war je ein Exemplar der allein seit 1946 gebauten neun Vorgängerbaureihen:

Der Typ 170 V war der erste Nachkriegs-Pkw von Mercedes-Benz: gediegen, komfortabel und geräumig.

Der Mercedes-Benz 180 „Ponton“ begann eine neue Ära als erstes Fahrzeug mit selbsttragender Karosserie und mit damals ultramoderner „Ponton“-Form, die Luftwiderstand und Verbrauch senkte.

Auch die „Heckflosse“ verdankt ihren Namen dem markanten Äußeren. Hier verwirklichte Mercedes-Benz bahnbrechende Sicherheitsansätze von Béla Barényi wie die gestaltfeste Fahrgastzelle mit Knautschzonen an Front und Heck.

Der „Strich-Acht“ wurde ab 1968 mit 1,8 Millionen produzierten Exemplaren zum ersten Million-Seller mit dem Stern. Neben der Limousine gab es erstmals ein Coupé. Der weltweit erste Fünfzylinder-Dieselmotor in einem Serien-Pkw ergänzte das Angebot ab 1974.

Noch mehr Vielfalt bot ab 1976 die Baureihe 123 mit zahlreichen Motorisierungen und dem ersten Kombiwagen ab Werk, dem T-Modell. Die Baureihe ist die erfolgreichste in der Ahnenreihe der E-Klasse: Rund 2,7 Millionen Fahrzeuge wurden gebaut.

Die 1984 vorgestellte Baureihe 124 war in vielfacher Hinsicht Pionier: Sie hatte den ersten geregelten Dreiwege-Katalysator, optimierte mit Leichtbau und Aerodynamik Verbrauch und Fahrleistungen und bot Innovationen in der Sicherheitstechnik wie die neue Raumlenkerachse.

Kunden der 1995 eingeführten E-Klasse Baureihe 210 erhielten serienmäßig nicht nur „red dot“-prämiertes Design mit dem „Vier-Augen-Gesicht“, sondern auch viele technische Highlights wie das Elektronische Traktions-System ETS, Gurtkraftbegrenzer und ab 1999 das Fahrsicherheitssystem ESP®.

In der nächsten Generation der E-Klasse erhöhten Innovationen Sicherheit und Fahrkomfort weiter, etwa dank adaptiven Front-Airbags und Sensotronic Brake Control für einen signifikant verkürzten Bremsweg. Hier ging der Erdgasantrieb ebenso in Serie wie die saubere BlueTEC-Dieseltechnik.

Als Schrittmacher für Sicherheit, Komfort und Umweltverträglichkeit in ihrem Segment etablierte sich die E-Klasse von 2009: um 30 Prozent steifere Karosserie, neues adaptives Fahrwerk und Fahrer-Assistenzsysteme in einzigartiger Kombination, etwa mit Totwinkel-, Spurhalte- und Nachtsicht-Assistent.

Über das Mercedes-Benz Werk Sindelfingen

Das Mercedes-Benz Werk Sindelfingen ist das traditionsreichste Fahrzeugwerk der Daimler AG und im globalen Produktionsnetzwerk von Mercedes-Benz Cars das Kompetenzzentrum für Personenwagen der Ober- und Luxusklasse. Im Werk sind mehr als 25.000 Mitarbeiter beschäftigt. Mercedes-Benz fertigt dort die E-Klasse (Limousine und T-Modell), den CLS und den CLS Shooting Brake, die S-Klasse (Limousine, Coupé und Cabriolet), den Mercedes-Maybach sowie den Mercedes-AMG GT. Im Sindelfinger Mercedes-Benz Kundencenter werden täglich rund 200 Fahrzeuge ausgeliefert.

Über Mercedes-Benz Cars Operations

Mercedes-Benz Cars Operations verantwortet die Pkw-Produktion an weltweit 26 Standorten innerhalb eines flexiblen und effizienten Produktionsnetzwerks mit rund 70.000 Beschäftigten. Dazu gehören die zentralen Funktionen Planung, Technologiefabrik, Logistik und Qualitätsmanagement. Im vergangenen Jahr hat Mercedes-Benz Cars mehr als zwei Millionen Pkw der Marken Mercedes-Benz und smart produziert und damit den fünften Rekord in Folge eingefahren. Das Netzwerk orientiert sich an den Produktarchitekturen Frontantrieb (Kompaktwagen) und Heckantrieb (zum Beispiel S-, E- und C-Klasse) sowie den SUV- und Sportwagenarchitekturen. Dazu kommt ein Produktionsverbund für den Powertrain (Motoren, Getriebe, Achsen, Komponenten). Im Mittelpunkt eines jeden Architektur-Produktionsverbunds steht ein Lead-Werk, das als Kompetenzzentrum für Neuanläufe, Technologie und zur Qualitätssicherung dient. In der täglichen Arbeit liegt der Fokus auf der kontinuierlichen Verbesserung sowie der Weiterentwicklung von modernen Fertigungsverfahren, die eine effiziente, flexible und umweltfreundliche Produktion künftiger High-Tech-Fahrzeuge in typischer Mercedes-Benz Qualität ermöglichen. Im Mittelpunkt stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihrem Know-how, deren Arbeit durch eine gezielte ergonomische Gestaltung des Arbeitsplatzes sowie durch eine intelligente Automatisierung unterstützt wird. Neben eigenen Produktionswerken setzt Mercedes-Benz im Rahmen des Wachstumskurses verstärkt auf Kooperationen und nutzt Kapazitäten von Auftragsfertigern.

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