Ford startet reale Tests von „Car-to-Car“ und „Car-to-X“ Kommunikations-Technologien

10.8.2012 Köln/Aachen (ots) –

– Auf deutschen Straßen startet Ford mit realen Tests von „Car-to-Car“ und „Car-to-X“ Kommunikations-Technologien.

– Ford beteiligt sich mit 20 speziell ausgestatteten Ford S-MAX-Modellen an einer Flotte von insgesamt 120 Fahrzeugen, die zur Erprobung und Bewertung neuer Technologien über Tausende von Kilometern im Raum Frankfurt/Main eingesetzt werden.

– Die Feldversuche sind Teil des auf vier Jahre angelegten Projekts „Safe Intelligent Mobility – Testfeld Deutschland“ (simTD), dabei sollen der Verkehrsfluss und die Sicherheit des Autofahrens verbessert werden.

– Ford beteiligt sich auf der ganzen Welt an Forschungsprojekten, um den Fortschritt bei der Entwicklung von „Car-to-Car“ und „Car-to-X“-Technologien zu unterstützen.

Im Zuge des groß angelegten Feldversuchs „Sichere Intelligente Mobilität – Testfeld Deutschland“ hat Ford mit realen Tests von „Car-to-Car“ und „Car-to-X“-Kommunikations-Technologien gestartet. Diese neuen Technologien zur Erhöhung der Sicherheit im Straßenverkehr werden im Raum Frankfurt/Main ab sofort über tausende gefahrene Kilometer hinweg auf der Straße erprobt und erforscht.

„Die Kommunikation zwischen Fahrzeugen untereinander und mit ihrer Umgebung stellt im Hinblick auf Verkehrssicherheit die nächste große Entwicklungsstufe dar“, sagte Paul Mascarenas, Vice President of Engineering for Global Product Development, Ford Motor Company. „Ford hat sich für Feldversuche in Europa und auf der ganzen Welt mit dem Ziel verpflichtet, die Erkenntnisse aus diesen Tests in absehbarer Zukunft in die Fahrzeugentwicklung einzubringen“.

Ford beteiligt sich mit 20 speziell ausgestatteten Ford S-MAX-Modellen an einer markenübergreifenden Flotte von insgesamt 120 Fahrzeugen, die mittels Funk und Internet untereinander sowie mit ihrer Umgebung vernetzt sind. Das bedeutet, dass intelligente Fahrzeuge mit anderen Fahrzeugen sowie der jeweils umgebenden Infrastruktur kommunizieren, um Verkehrsinformationen in Echtzeit zu teilen – zum Beispiel über Gefahren, Baustellen, Verkehrshindernisse oder Staus. Auf diesem Wege werden Abweichungen vom normalen Verkehrsfluss gemeldet – der nachfolgende Verkehr wird informiert, Reaktionszeiten werden verkürzt und die Staugefahr wird minimiert. Ziel des simTD-Projekts ist es, die Potenziale von „Car-to-Car“ und „Car-to-X“-Kommunikation auszuleuchten, damit Sicherheit und individuelle Mobilität verbessert werden können. Experten sind sich sicher, dass der Einsatz mobiler Kommunikationstechnologie in Zukunft eine große Rolle spielen wird. Ingenieure vom europäischen Ford Forschungszentrum in Aachen haben diese Technologien im Rahmen des simTD Forschungs-Projekts bislang in einer kontrollierten Testumgebung erforscht. Nun kommen diese Technologien auf öffentlichen Straßen unter Alltagsbedingungen zum Einsatz.

Zu den Technologien, die im Rahmen des Forschungsprojektes simTD getestet werden, zählen beispielsweise:

– Elektronisches Bremslicht, das nachfolgende Fahrzeuge
informiert, wenn eine Notbremsung durchgeführt wird – auch wenn sich
das Ereignis außerhalb des Sichtfeldes ereignet, zum Beispiel hinter
einer Kurve; Ford ist führend bei der Entwicklung und Integration
dieser Technologie

– Hinderniswarn-System, das anderen Verkehrsteilnehmern die
Position und Art der eines potenziell gefährlichen Hindernisses auf
der Straße meldet

– Verkehrszeichen-Assistent, der in ständigem Kontakt mit
Verkehrs-Management-Zentren steht und aktuelle Informationen zur
Verfügung stellt – zum Beispiel über variable
Geschwindigkeitsbegrenzungen, vorübergehende Einschränkungen und
Umleitungen, aber auch über permanent gültige Verkehrsvorschriften
vor Ort

– Vorhersage-Management, diese Technologie bietet präzise
Verkehrsprognosen auf Basis von umfassenden Informationen zu
generellen Vorkommnissen und deren Auswirkungen auf den
Straßenverkehr

– In-Car-Internetzugang, dank dem Autofahrer zum Beispiel
unterwegs bestimmte Parkplätze reservieren und bezahlen können

„Die Fahrzeuge werden im Verlauf unserer Tests über Tausende von Kilometern hinweg wertvolle Forschungsdaten aus alltäglichen Fahrsituationen zu sammeln“, sagt Christian Ress, technischer Experte, Ford Forschungszentrum Aachen.

Ford ist weltweit führend bei der Erforschung „Car-to-Car“ und „Car-to-X“-Kommunikation. Im Jahr 2004 wurden von Ford zum Beispiel im Rahmen einer Partnerschaft mit dem US-amerikanischen Minnesota Department of Transportation 100 staatliche Fahrzeuge mit Sensoren ausgestattet, die verkehrsrelevante Daten über Fahrzeug-Geschwindigkeit, Position, Kurs und sogar lokale Wetterbedingungen sammeln sollten. Ziel war die Entwicklung eines fortschrittlichen Transport- und Fahrer-Informationssystems.

Das Unternehmen Ford setzt rund um intelligente Kommunikationssysteme auch weiterhin auf praxisbezogene Testprogramme, sowohl in Europa, den USA als auch in der ganzen Welt – ganz im Sinne globaler Technologie-Standards. Die Auswertung der weltweiten Testergebnisse ermöglichen Ford, diese innovativen Technologien, schnellstmöglich und zu minimalen Kosten verfügbar zu machen – für Ford Kunden auf allen Kontinenten.

Der zunehmende Einsatz von „Car-to-Car“ und „Car-to-X“-Technologie ist Teil der Unternehmensvision „Blueprint for Mobility“, die Bill Ford, Chairman und CEO, Ford Motor Company, während seiner Ansprache auf dem Mobile World Congress 2012 in Barcelona im Februar öffentlichkeitswirksam skizzierte. „Blueprint for Mobility“ stellt sich den drängenden Fragen rund um die Mobilität auf unserem Planeten bis zum Jahre 2025.

Für das Projekt „Sichere Intelligente Mobilität – Testfeld Deutschland“ (simTD) wurden Kosten in Höhe von rund 53 Millionen Euro veranschlagt; alleine vom deutschen Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie sowie vom Bundesministerium für Forschung und Bildung wurden 30 Millionen Euro bereitgestellt. Wietere Fördermittel wurden auch vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sowie vom Land Hessen beigesteuert.

„Sichere Intelligente Mobilität – Testfeld Deutschland“ (simTD) ist ein Gemeinschaftsprojekt wichtiger Interessengruppen, darunter Audi, BMW, Daimler, Ford, Opel, Volkswagen, Bosch, Continental, Deutsche Telekom, regionale Infrastruktur Betreibern und deutschen Forschungseinrichtungen (TU München und Berlin, Universität Würzburg, Fraunhofer).

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