Fortsetzung der Vereinbarung zur Zukunftssicherung bei der Daimler AG

6.20.2011 – Wesentliche Regelungen aus der bis Ende 2011 geltenden „Zukunftssicherung 2012“ zu Entgelt, Zeitarbeit und Auszubildenden-Übernahme weitgehend fortgeschrieben
Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen bis 31.12.2016
Vereinbarung gilt für alle Mitarbeiter mit unbefristetem Arbeitsvertrag bei der Daimler AG
Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG: „Mit der ‚Zukunftssicherung Daimler’ können wir auf einer bewährten Regelung aufbauen, die sich nicht zuletzt auch in Krisenzeiten als tragfähig erwiesen hat. Durch die neue Vereinbarung sichern wir für das Unternehmen weiterhin die notwendige und wichtige Personalflexibilität.“
Erich Klemm, Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Daimler AG: „Es ist uns gelungen, den Beschäftigten erneut Sicherheit und Perspektiven für die Zukunft zu geben. Darüber sind wir sehr glücklich. Dies ist ein Zeichen nachhaltiger Beschäftigungs-politik, das angesichts der derzeit hervorragenden wirtschaft-lichen Situation des Unternehmens sehr angemessen ist.“

Stuttgart – Vorstand und Gesamtbetriebsrat der Daimler AG haben sich auf eine Gesamtbetriebsvereinbarung unter dem Titel „Zukunftssicherung Daimler“ geeinigt. Darin werden im Wesentlichen die Inhalte der seit 2004 geltenden „Zukunftssicherung 2012“ bis 31.12.2016 fortgeschrieben. Für die Beschäftigten mit unbefristetem Arbeitsvertrag der Daimler AG gilt dadurch ein Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen bis zum Ende dieser Laufzeit. Die neue Daimler Zukunftssicherung tritt am 1.1.2012 in Kraft.
Dr. Dieter Zetsche, Vorsitzender des Vorstands der Daimler AG und Leiter
Mercedes-Benz Cars: „Wir können mit der ‚Zukunftssicherung Daimler’ auf einer bewährten Regelung aufbauen, die sich nicht zuletzt auch in Krisenzeiten als tragfähig und sozial verantwortlich erwiesen hat. Mit der neuen Vereinbarung sichern wir für das Unternehmen weiterhin die notwendige und wichtige Personalflexibilität, um auf die Nachfrage unserer Kunden und unserer Märkte jederzeit optimal reagieren zu können.“
Erich Klemm, Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Daimler AG: „Es ist uns gelungen, den Beschäftigten erneut Sicherheit und Perspektiven für die Zukunft zu geben. Darüber sind wir sehr glücklich. Dies ist ein Zeichen nachhaltiger Beschäftigungspolitik, das angesichts der derzeit hervorragenden wirtschaftlichen Situation des Unternehmens sehr angemessen ist.“
Die Markt-Entwicklungen sind heute schneller als je zuvor. Zum Gesamtpaket der „Zukunftssicherung Daimler“ gehören daher auch die Beschäftigungsbedingungen für Zeitarbeiter in der Produktion, durch die Schwankungen in Marktnachfrage und damit Produktions-Auslastung ausgeglichen werden können. Dazu wird die aktuelle Regelung fortgeschrieben, so dass auch zukünftig bis zu acht Prozent Zeitarbeitnehmer oder befristet Beschäftigte im direkten Produktionsbereich eingesetzt werden können. In Sondersituationen (z.B. Produktanläufen) kann lokal für einen begrenzten Zeitraum diese Quote von acht Prozent nach vorheriger Zustimmung des örtlichen Betriebsrats überschritten werden. In diesem Fall erhalten die Zeitarbeitnehmer für zwölf Monate Schichtzuschläge der Metall- und Elektroindustrie. Zudem wird im Zuge der Verhandlungen zwischen Werkleitung und Betriebsrat hierzu auch die Anzahl der örtlichen Festeinstellungen geregelt, analog zurückliegender Vereinbarungen wie etwa im Werk Wörth.
Auch die bisherige Übernahmequote von Auszubildenden gilt weiterhin: Die Daimler AG übernimmt nach der Ausbildung alle Auszubildenden – davon 90 Prozent in ein unbefristetes und 10 Prozent in ein zunächst auf ein Jahr befristetes Arbeitsverhältnis mit der nachfolgenden Option zur unbefristeten Übernahme. Diese Regelung hat in der Vergangenheit zu einer fast 100 prozentigen unbefristeten Übernahme geführt.
In Anbetracht der anstehenden Doppeljahrgänge von Abiturienten in verschiedenen Bundesländern und der Aussetzung der Wehrpflicht wurde unabhängig von der „Zukunftssicherung Daimler“ vereinbart, die Zahl der Ausbildungsplätze an den Standorten zu erhöhen. Dies wurde entsprechend in lokalen Regelungen festgeschrieben.
Durch die neue Vereinbarung wird auch die im Rahmen der Einführung des ERA-Entgeltsystems betrieblich festgeschriebene Einkommensabsicherung (Tarifdynamischer individueller Besitzstand, kurz „TIB“) in der bisherigen Form für alle betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fortgeführt. Zukünftige Tariferhöhungen werden weiter für tarifliche und außertarifliche Entgeltbestandteile wirksam, also effektiv, umgesetzt.
Fortgeführt wird zudem auch die Regelung zur Personaldrehscheibe „DaimlerMOVE“. Mit dieser Personaldrehscheibe für junge Fachkräfte nach ihrer Übernahme sowie für alle Neueinsteiger ohne akademischen Abschluss wird weiterhin die notwendige Flexibilität bei unterschiedlichen Auslastungssituationen an einzelnen Standorten oder zwischen Werken geschaffen. Die Drehscheibe soll außerdem als Instrument der gezielten Personalentwicklung für junge Fachkräfte wirken. Grundsätzlich beträgt die Dauer des Einsatzes auf der lokalen Drehscheibe ab jetzt einheitlich 30 Monate. Im Gegenzug wurde das Pauschalentgelt ab dem 2. Jahr auf 2.700 Euro erhöht.
Auch für die Beschäftigten im Dienstleistungstarifvertrag wird es im Zuge der Zukunftssicherung keine Änderungen geben. Für Dienstleistungen im Unternehmen – wie Gastronomiebetriebe, Druckereien oder Sicherheitsservice – wurde 2004 der Ergänzungstarifvertrag für industrienahe Dienstleistungsbereiche (DLTV) vereinbart, der fortgeführt wird.

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