Gelungenes Formel-E-Heimspiel für Audi in Berlin 2017

12.6.2017. Eine Pole-Position, zwei Podiums und insgesamt 56 Punkte: Das Team ABT Schaeffler Audi Sport begeisterte die Fans beim Heimspiel in der Formel E auf dem ehemaligen Flughafen in Berlin-Tempelhof mit einem starken Auftritt.

Erstmals in dieser Saison wurden am Samstag und am Sonntag zwei identische Renntage absolviert – jeweils mit Qualifying und Rennen. Für den ersten Glanzpunkt sorgte dabei Lucas di Grassi, der samstags vor den Augen von Audi-Entwicklungsvorstand Peter Mertens drei Punkte für die Pole-Position einfuhr. Im Rennen verlor der lange souverän führende Brasilianer kurz vor Halbzeit die Führung, als er wegen Temperaturproblemen mit der Batterie das Tempo drosseln musste, verteidigte aber den zweiten Platz. Teamkollege Daniel Abt wurde von Startplatz acht im Rennen Sechster.

24 Stunden später startete di Grassi zwar nur von Rang sieben, kämpfte sich aber unter dem Jubel des Berliner Publikums bei noch größerer Hitze als am Vortag bis auf den dritten Rang nach vorn. Mit einer Ausbeute von 36 Punkten reduzierte di Grassi in Berlin den Rückstand auf Tabellenführer Sébastien Buemi um elf Zähler auf nun 32 Punkte.

Im Schlepptau hatte di Grassi während des ganzen Rennens am Sonntag seinen Teamkollegen Daniel Abt, der sich vom achten auf den vierten Platz verbesserte und mit einem starken Heimrennen seine beste Saisonplatzierung erzielte. Insgesamt steuerte der 24-jährige Deutsche an diesem Wochenende 20 Punkte dazu bei, dass ABT Schaeffler Audi Sport 56 Zähler einfuhr und auch in der Teamwertung Boden auf Spitzenreiter Renault e.dams gutmachte.

Nachgefragt bei … Lucas di Grassi

Wie fällt Ihre Wochenendbilanz aus?

Lucas di Grassi: „Es war ein großartiges Wochenende. Ich habe 36 Punkte, zwei Podiums und eine Pole-Position geholt – und das beim Heimspiel von ABT, Audi Sport und Schaeffler vor einer fantastischen Kulisse. Der ganze Event in Berlin war toll organisiert und das neue Streckenlayout perfekt. Renault und vor allem Mahindra waren etwas schneller, insofern haben wir das Maximum aus unseren Möglichkeiten herausgeholt.“

Sie kamen mit einer Verletzung am rechten Knöchel nach Berlin – die Folge eines Zwischenfalls bei einem Fußball-Benefizspiel in Chelsea. Man hat Sie humpelnd im Fahrerlager gesehen. Hat Sie die Verletzung behindert?

„Zum Glück war es der Gasfuß. Nein: Die Verletzung hat beim Fahren überhaupt keine Rolle gespielt, im Auto habe ich nichts gemerkt. Schwierig war nur der Fahrzeugwechsel, aber das haben wir fantastisch hinbekommen.“

Am Samstag haben Sie Ihre zweite Pole-Position des Jahres geholt – mit dem knappsten Vorsprung, den es je in der Formel E gegeben hat …

„Eine Tausendstelsekunde vor ‚Pechito‘ Lopez – das war wirklich unglaublich eng. Im Freien Training sah es nicht so gut aus, aber im Qualifying habe ich eine gute Runde geschafft. Und meine Runde in der Super Pole habe ich dann perfekt hinbekommen. Vor dem Heimpublikum unseres Teams von Startplatz eins zu starten war großartig.“

Warum hat es im Rennen dann nach anfänglicher Führung „nur“ zum zweiten Platz gereicht?

„Wir hatten nicht das beste Set-up, vor allem aber Probleme mit der Batterietemperatur.“

Am Sonntag war es in Berlin noch heißer, traten die Probleme dann wieder auf?

„Nein. Das Team und Audi haben ganze Arbeit geleistet und die Temperatur in den Griff bekommen. Wir hatten auch ein besseres Set-up und waren insgesamt schneller als am Samstag – das hat es mir ermöglicht, vom siebten Startplatz auf Rang drei nach vorn zu fahren. Ich hatte tolle Kämpfe auf der Strecke und jede Menge Spaß. Dabei war die ganze Zeit Daniel (Abt) dicht hinter mir. Auch er ist ein ganz tolles Rennen gefahren.“

Am 15./16. Juli geht es weiter in New York. Auf dem extra aufgebauten Kurs im Hafenviertel von Brooklyn bekommen die Zuschauer – genau wie in Berlin – je ein Rennen am Samstag und eines am Sonntag geboten. Freuen Sie sich auf die Premiere in der US-Metropole?

„Ich freue mich sehr darauf. Ich bin schon gespannt auf die Strecke. Wir werden auch dort wieder voll attackieren und versuchen, in beiden Rennen das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.“

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