Intelligente Vernetzung by BMW

Die BMW Group zeigt auf dem IT Gipfel, wie intelligente Vernetzung die mobile Gesellschaft unterstützt

7.12.2011 München. Auf dem IT Gipfel 2011 zeigt die BMW Group in der Arbeitsgruppe Bayern, wie IT im Fahrzeug über die intelligente Vernetzung zum Mobilitätserlebnis von morgen beitragen kann. In einem Fallbeispiel werden Funktionen wie Verkehrsinformationen in Echtzeit, intermodale Routenplanung und LTE im Fahrzeug live demonstriert. Davon überzeugte sich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel am 06. Dezember bei ihrem Standrundgang.

Eine aktuelle Mobilitätsdienstleistung nutzte Martin Zeil, Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie: Er kam mit einem Fahrzeug von DriveNow, dem Carsharing-Joint Venture der BMW Group und der Sixt AG zum IT Gipfel und war begeistert: „Carsharing-Modelle sind eine wichtige und zeitgemäße Antwort auf die aktuellen und künftigen Herausforderungen der urbanen Mobilität. Das wird durch den großen Zuspruch bei den Nutzern in vielen großen Städten der Republik eindeutig belegt. Bei DriveNow beispielsweise werden innovative und nachhaltige Technologien mit einem erfrischenden Maß an Lifestyle vereint. Ich wünsche mir, dass noch mehr Menschen in den deutschen Großstädten solche Angebote in ihre persönlichen Mobilitätsüberlegungen einbeziehen.“

Verkehrsinformation in Echtzeit: Real-Time Traffic Information (RTTI) von BMW ConnectedDrive
Damit die Freude am Fahren möglichst selten von Staus und anderen Verkehrsbehinderungen getrübt wird, können alle neuen BMW Automobile seit Herbst 2011 mit einem neuen Verkehrsinformationssystem ausgestattet werden. Die Real-Time Traffic Informationen ermöglichen eine im Automobilbereich einzigartige Zuverlässigkeit und Präzision bei der Generierung, Übermittlung und Verwendung der Echtzeit-Verkehrslage für die Routenberechnung und resultierenden Umleitungsempfehlungen.

Wichtigster Vorteil: Der Fahrer eines BMW erhält künftig, zusätzlich zur Stauwarnung auf seiner aktuellen Route, auch präzise Angaben über die Verkehrslage auf einer potenziellen Umleitungsstrecke – und zwar in Echtzeit. Abgedeckt werden zusätzlich zu Autobahnen und Schnellstraßen nun auch Landstraßen und zahlreiche innerstädtische Verbindungen. Möglich macht das eine schnellere und umfassendere Datenübertragung über Mobilfunk über die im Fahrzeug integrierte SIM. Die Verkehrslage wird laufend analysiert, es werden dazu erheblich mehr Daten berücksichtigt und die Meldung an den Fahrer ständig aktualisiert.

Intermodale Routenführung

Hinter dem Begriff „Intermodale Routenführung“ verbirgt sich der Gedanke, die individuelle Mobilität zu fördern, indem man vorhandene Verkehrssysteme miteinander vernetzt. Die BMW Group bemüht sich in diesem Forschungsprojekt um eine integrative Anbindung und die synergetische Nutzung verschiedener Verkehrsmittel. Damit BMW und MINI Fahrer ihr Ziel möglichst rasch und entspannt erreichen, wird die Nutzung des Autos mit den Verkehrsträgern des öffentlichen Personen-Nahverkehrs (ÖPNV) unter Einbeziehung der Parkraumsituation intelligent verknüpft.

Der Fahrzeugschlüssel der Zukunft

Ein gewöhnlicher Autoschlüssel kann heutzutage in der Regel ein Fahrzeug öffnen und schließen sowie den Motor starten. Einige Schlüssel bieten bereits die Möglichkeit, Fahrzeugdaten, wie Kilometerstand, Tankfüllstand, Batterieladezustand oder Servicedaten zu speichern. Diese Informationen können jedoch heute nur in der Fachwerkstatt mit Hilfe eines speziellen Geräts ausgelesen werden. Darüber hinaus dienen die Schlüssel von BMW Automobilen auch der Personalisierung. Gespeicherte Radiosender, Einstellungen wie beispielsweise zum Tippblinken und Ähnliches werden via Schlüssel einer Person zugeordnet.

Der Fahrzeugschlüssel kann aber zukünftig als persönlicher Zugang zu einem neuen Mobilitätserlebnis fungieren und deutlich mehr Funktionen bieten. Er ermöglicht die einfache und komfortable Nutzung von zukünftigen Dienstleistungen entlang der Reisekette und im alltäglichen Gebrauch. Welche Möglichkeiten dies eröffnet, zeigt ein Forschungsprototyp der BMW Group: Er ist in der Lage, Tickets für öffentliche Verkehrsmittel (KeyTicketing) und Fahrzeuginformationen (KeyInfo) zu speichern. Er ist Zahlungsmittel (KeyPayment) und öffnet nicht nur Autos sondern auch Hotelzimmer KeyAccess).

Vernetzung via LTE (Long-Term Evolution)
Schon heute lassen sich Musik oder Videos aus dem Internet auf ein CE-Gerät streamen, die Daten kommen dabei über die Luftschnittstelle aus Mobilfunknetzen auf das jeweilige Gerät. Doch die Bandbreite des heutigen Standards UMTS (3G) ist begrenzt, die Qualität der gestreamten Medien oft nicht optimal. Dank LTE gehört dies schon bald der Vergangenheit an. LTE, auch 4G genannt, gehört zu den Mobilfunkstandards der vierten Generation und markiert damit den nächsten großen Technologiestandard nach GSM (2G) und UMTS/HSPA (3G).

Die von BMW ConnectedDrive angebotenen mobilen Dienstleistungen werden klar von LTE profitieren. Sie werden schneller, leistungsfähiger und noch flächendeckender. Serverbasierte Dienste, wie das Streaming von Videos oder Musik im Fahrzeug, gewinnen durch die hohe Bandbreite und die niedrigen Latenzen von LTE deutlich an Attraktivität. Darüber hinaus untersucht die BMW Group Forschung und Technik weitere Usecases. Beispielsweise könnte die Verkehrsschildererkennung zukünftig über eine Software auf Servern im Backend abgewickelt werden. So kann die Frontkamera im Fahrzeug die Schilder erfassen und über LTE an das Backend streamen. Dort werden auch bislang unbekannte Schilder von einem Algorithmus erkannt und die Informationen zurückgesendet. Damit bleibt dieses Fahrerassistenzsystem in Zukunft auch über den Fahrzeuglebenszyklus stets aktuell bzw. kann neue Schildertypen „erlernen“.

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