Mission E

Mission E: Porsche-Design der Zukunft

24.2.2016. Mit seinem Stil hat Michael Mauer die Form von Porsche im 21. Jahrhundert geprägt. Mittlerweile trägt jedes Modell aus Zuffenhausen die Handschrift des Designchefs.

Mittlerweile trägt jedes Modell aus Zuffenhausen die Handschrift des Designchefs. Der 53-Jährige ist dafür verantwortlich, jenen schmalen Grat zwischen gewachsener Identität und Fortschritt zu definieren, der nicht nur über den Erfolg jedes neuen Modells entscheidet, sondern auch die Wahrnehmung der Marke weltweit bestimmt. Mauers Blick und der seines Teams mit insgesamt mehr als 100 Designern, Modellbauern und CAD-Spezialisten reicht selbstverständlich weit über die Linienführung heutiger Baureihen hinaus. Ein neuer Film über die Entstehungsgeschichte des Elektro-Konzeptfahrzeugs Mission E unterstreicht dies eindrucksvoll.

Bleibt Porsche seinen Prinzipien treu? Bleibt Porsche innovativ? Beide Fragen werden im Film über den Mission E eindeutig mit Ja beantwortet. Wobei die Arbeit von Michael Mauer, seit 2004 Leiter der Designabteilung von Porsche, in der Vergangenheit schon mehrmals mit diesen beiden Fragen konfrontiert war. So zum Beispiel beim Panamera: Mauers erstes Projekt war als völlig neues Modell ohne Vorgänger ein Paradestück für das Spannungsverhältnis zwischen Marken- und Produktidentität. „Es gibt heute einige Elemente, die unsere Markenidentität prägen und an denen wir festhalten“, sagt Mauer und nennt als Beispiel die Topographie der Haube. Beim Panamera ist es wegen des Frontmotors natürlich nicht die gleiche Berg-und-Tal-Fahrt wie beim Porsche 911. Dennoch hat er die geschwungene Karosseriebewegung der Porsche-Ikone übernommen. Auch die ausgeprägten Schultern über den Hinterrädern kommen vom Elfer.

Eine Designsprache mit Zukunft? „Weil es die Technik erlaubt, können wir die Architektur künftig komplett auf den Kopf stellen“, sagt der Porsche-Chefdesigner. Die Elektro-Konzeptstudie Mission E weist den Weg: „Dieses Fahrzeug ist die Antwort von Porsche auf die elektromobile Zukunft.“ Die vom 911 abgeleitete Topographie ist vor allem im Frontbereich wieder stärker ausgeprägt als beispielsweise beim Panamera oder auch beim Macan. „Einfach weil vorne kein Motor sitzt“, so Mauer, der die Fortschreibung des Heutigen nicht zwingend als einzigen Lösungsweg sieht. Gleichwohl ist der Mission E – ebenso wie heute ein 911, ein Cayenne oder ein Panamera – ganz unverkennbar ein Porsche.

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