Vision URBANETIC

Mit dem Vision URBANETIC in die Stadt der Zukunft

11.9.2018. Weniger Verkehr, weniger Lärm, bei steigendem Mobilitätsniveau – Visionen für die Stadt des Jahres 2036 wie der Vision URBANETIC versprechen in der Summe mehr Lebensqualität für alle.

Der Verkehr funktioniert nach einer neuen Grundordnung. Große Teile der Personenbeförderung und des Warentransports haben das heutige Verkehrswegenetz verlassen. Mobilität wird nicht mehr von der Frage geprägt sein, wie man mit einem vorher definierten Verkehrsmittel am besten von A nach B kommt.

Künftige Mobilitätskonzepte wie der Vision URBANETIC werden die Perspektive grundlegend ändern und den Fokus darauf richten, wie man eine Strecke mit einer beliebigen Kombination verschiedener Verkehrsmittel möglichst bequem, kostengünstig und schnell bewältigt.

In einer Gesamtsystemlösung werden dann auch Angebote des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) wie Busse und U-Bahnen, Sharing-Dienste vom Kleinbus bis zum Fahrrad und auch Fußstrecken berücksichtigt. Das holistische System errechnet die Routenführung, eröffnet aber auch die Möglichkeit, alle notwendigen Teilstrecken und Teildienstleistungen unter einem Dach zu buchen und zu bezahlen.

Diese elektronischen Mobilitätslotsen für das urbane Umfeld dienen als Schnittstelle zwischen den verschiedenen Verkehrsträgern. Mit ihnen lassen sich in Echtzeit nicht nur Fahrpläne abrufen und Tickets buchen, sondern auch die Weiterfahrt mit dem Taxi, dem Fernbus, dem Car-Sharing-Auto oder dem Vision URBANETIC planen. Damit wird die strikte Trennung zwischen Verkehrsformen aufgehoben.

Dynamik in der Routenplanung spart Zeit

Eine effizientere Mobilität verspricht die Auswertung von Verkehrsdaten in Echtzeit. Informationssysteme errechnen auf Basis der aktuellen Verkehrs­situation nicht nur die schnellste Verbindung, sondern berücksichtigen alle Verkehrsmittel. Das dynamische System schafft größtmögliche Flexibilität und passt den Weg des Reisenden permanent an. Aus der ursprünglichen Kombination zwischen U-Bahn und Leihfahrrad wird dann vielleicht ein Fußweg mit anschließender Fahrt im Vision URBANETIC.

Die rasante Entwicklung in den wachsenden Metropolen macht diese stärkere Verzahnung einzelner Mobilitätsträger zu einer zwingenden Voraussetzung für zukünftige Mobilität, denn die Städte wachsen nicht nur in die Höhe, sondern auch in der Fläche. Neue Stadtbezirke oder Satellitenstädte brauchen jedoch eine effektive Anbindung an die Zentren. Die lässt sich nur durch eine ganzheitliche Verknüpfung aller verfügbaren Verkehrsmittel und bestehenden Bedarfe aus der Logistik und dem Personenverkehr gewährleisten.

Ein Mobilitätskonzept wie der Vision URBANETIC lässt sich auf verschiedene Städte übertragen. Allerdings gehört zu einem erfolgreichen Transfer auch eine Anpassung auf Basis der individuellen Gegebenheiten der jeweiligen Stadt.

Jeder zweite Kopenhagener fährt mit dem Rad

Neben der Effizienzsteigerung und der Verknüpfung urbaner Verkehrs­konzepte geht es auch darum, weitere Verkehrsmittel zu nutzen, die bislang eher eine untergeordnete Rolle gespielt haben, im Einzelfall aber eine wesentliche Verbesserung der Verkehrssituation herbeiführen können. Eine dieser Optionen zeigt Kopenhagen. Bis 2025 will die Stadt klimaneutral sein und hat seit 2006 pro Jahr mehr als 13,5 Millionen Euro in den Ausbau der Fahrradinfrastruktur gesteckt.

Das Radwegenetz umfasst 1000 Kilometer, 200 davon sind Schnellwege durch Grünanlagen. Fast jeder zweite Kopenhagener, der in der Stadt studiert oder arbeitet, nutzt den Drahtesel zumindest für eine Teilstrecke. Bei den Innenstadt-Bewohnern liegt der Anteil sogar bei 60 Prozent. In Paris werden seit einigen Jahren bevorzugt Busspuren, Fußgängerzonen und Radverkehrsanlagen geschaffen. Entsprechend unattraktiv ist der Besitz eines eigenen Autos: Jeder dritte Pariser schaffte seit 2001 sein Fahrzeug ab.

Wie sehr Seilbahnen die Chancen auf gesellschaftliche Teilhabe verbessern können, belegen die Beispiele im brasilianischen Rio de Janeiro oder im kolumbianischen Medellín. Die Hochbahnen verbinden Favelas mit den Stadtzentren und eröffnen deren Bewohnern Jobchancen und Zukunftsperspektiven in der vorher kaum erreichbaren City.

Reiz der Metropole, Hoffnung auf ökonomische Teilhabe

Der Veränderungsdruck für die Verkehrsplanung der Zukunft könnte kaum größer sein. Eine wachsende Weltbevölkerung und der unveränderte Trend zur Verstädterung werden die Nachfrage nach komfortabler und bezahlbarer Mobilität ebenfalls steigern. Berufliche Entwicklung, kulturelle Vielfalt und das Gefühl, Teil einer pulsierenden Region zu sein – diese Motive lassen viele westlich geprägte Metropolen wie New York oder London anschwellen.

Andere Megacities wie Manila, Sao Paulo oder Mumbai wachsen, weil die Hoffnung auf gesellschaftliche Teilhabe die Landbevölkerung in die Städte treibt. Unabhängig vom Motiv für die Verstädterung ist klar: Megacities ächzen schon heute unter der Last des Einwohnerwachstums in Kombination mit einem größer werdenden Wunsch nach flexibler Mobilität. Das führt die Verkehrsinfrastruktur an den Rand ihrer Kapazitäten und darüber hinaus. Denn der Ausbau des Verkehrswegenetzes kann aufgrund langer Planungs- und Bauzeiten nicht mit dem Bevölkerungswachstum mithalten.

Lotterie und Auktionen entscheiden über Neuzulassungen

Megacities reagieren auf den drohenden Verkehrskollaps teils mit drastischen Maßnahmen. Beispiel Peking: Achtspurig und trotzdem im Schritttempo schleicht die Blechlawine durch die chinesische Hauptstadt. Deshalb werden Neuzulassungen mittlerweile in einer monatlich stattfindenden Lotterie vergeben. In Shanghai entscheidet eine Auktion über Neuzulassungen. Diese Beispiele zeigen: Konzepte der Zukunft müssen Mobilität neu denken. Die Einbettung verschiedener Verkehrsträger spielt eine zentrale Rolle, um Ressourcen und die Chancen der Shared Economy effektiv zu nutzen.

Dabei müssen der Wunsch nach Mobilität und die Schaffung lebenswerter Städte und Zentren keine Gegensätze sein. Eine effiziente Mobilität, die auf Sharingkonzepten mit autonomen Fahrzeugen und intermodaler Mobilität beruht, wird auch das Gesicht der Städte verändern. Das Verkehrsaufkommen sinkt, bislang stark frequentierte Straßen und Parkflächen können entlastet oder sogar zurückgebaut werden und geben den Raum frei für die städteplanerische Gestaltung. Mit neuen Wohnvierteln, Parks, Cafés – und allem, was das Leben in der Stadt lebenswert macht.

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