Nissan LEAF für den ADAC

• Schlüsselübergabe in Mülheim an der Ruhr
• Kooperationspartner RWE sorgt für Stromversorgung
• 2013 Produktionsstart im europäischen Werk Sunderland

ADAC Nissan LEAF

ADAC Nissan LEAF

24.8.2012 Zwei Exemplare des Nissan LEAF, des weltweit ersten in Großserie produzierten kompakten Elektroautos, werden in den nächsten Monaten im Rahmen eines ADAC Praxistests auf Herz und Nieren geprüft. Die Schlüssel zu den beiden Stromern überreichte Vincent Wijnen, Geschäftsführer der Nissan Center Europe GmbH, heute an ADAC Präsident Peter Meyer. Eines der beiden Fahrzeuge soll dem Präsidenten als Dienstfahrzeug persönlich zeigen, dass Elektromobilität heutzutage schon voll alltagstauglich ist. Das in ADAC Gelb lackierte Pendant soll in einem Praxistest beweisen, dass der LEAF eine mobile Alternative zu konventionellen Antriebskonzepten sein kann.

„Wir freuen uns sehr, den größten Automobilclub Europas als Partner für diesen Test gefunden zu haben“, sagte Vincent Wijnen bei der symbolischen Schlüsselübergabe im ADAC Center in Mülheim an der Ruhr. „Weltweit haben wir derzeit über 35.000 zufriedene Kunden – Kunden, die tagtäglich LEAF fahren. Und die erfahren: Das ist ein ganz normales Fahrzeug. Absolut alltagstauglich, nur mit elektrischem Antrieb.“ Auch die Stromversorgung sei dank des Kooperationspartners RWE einfach, betonte Wijnen. Zugleich skizzierte er die Pläne der Renault/Nissan-Allianz zum weiteren Ausbau des Angebots an Elektrofahrzeugen: „Bis 2016 wollen wir gemeinsam mit Renault weltweit 1,5 Millionen EVs (Electronic Vehicles) auf die Straße bringen. Ab 2013 startet mit einem Jahresvolumen von 50.000 Einheiten die Produktion der europäischen LEAF Modelle im englischen Werk Sunderland“, fügte Wijnen hinzu.

ADAC Präsident Peter Meyer freute sich, den Nissan LEAF, der in einem ersten ADAC Test bereits mit der Note 2,2 überzeugt hat, nun auch persönlich auf seine Alltagstauglichkeit überprüfen zu können. „Angesichts der Vorschuss-Lorbeeren sehe ich dem Praxisbetrieb mit Freude entgegen“, so Meyer. Überzeugende Antworten erhofft er sich auf Fragen wie: Wie macht sich das Elektroauto im Stadtverkehr? Wie verhält es sich bei Überholmanövern? Und natürlich: Wie lange hält die Batterie bei unterschiedlichen Belastungen? Im ADAC Technikzentrum in Landsberg werden die Autos noch weiteren Tests unterzogen. Über 300 Kriterien werden dabei überprüft. Unter anderem erwartet die E-Autos dort ein Besuch in der Kältekammer, um das serienmäßige Vorheizsystem zu prüfen, sowie ein Check der Schnelllade-Möglichkeit. Laut ADAC Umfragen sind Autofahrern bei Elektrofahrzeugen nämlich Reichweite, Sicherheit und Komfort besonders wichtig.

„Nach der anfänglichen Euphorie bei Kunden und Medien ist das Elektroauto in der Realität angekommen“, so Peter Meyer. „Trotz aller bekannten Probleme macht sich der ADAC aber unverändert für eine Elektrifizierung von Fahrzeugen stark. Kombiniert mit einem zunehmenden Anteil an erneuerbaren Energien wird das E-Auto eines Tages seine Vorteile ausspielen – vor allem in den immer dichter besiedelten Großstädten dieser Erde.“

Der ADAC setzt sich seit Jahren für den Ausbau der alternativen Antriebe ein. Im Bereich der Elektromobilität wurden erst im vergangenen Herbst in Kooperation mit RWE und Tank & Rast an den Autobahnen A1 und A2 zwischen Köln und Hamburg neun Elektroladestationen in Betrieb genommen. Dort können Batterien von schnellladefähigen Elektroautos wie dem Nissan LEAF innerhalb einer halben Stunde wieder geladen werden. Bereits seit 2009 stellt der ADAC bundesweit an Geschäftsstellen oder Fahrsicherheitszentren insgesamt 39 Ladepunkte, sogenannte e-mobil Ladestationen, kostenlos für Stromer zur Verfügung.

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