Osnabrücker ADAC Bergrennen 2011

Offene Rennwagen jagen nach dem Gesamtsieg am „Uphöfener Berg“
Sportwagen und Formelfahrzeuge machen Jagd auf den Streckenrekord
30.6.2011 – Die offenen Sportwagen und Formelfahrzeuge sind beim Kampf um den Gesamtsieg eines jeden Bergrennens wie das „Salz in der Suppe“. Wenn die Motoren dieser ultraschnellen offenen Flitzer ertönen, elektrisiert das die Fans der Bergsportfreunde.

Für die Spitzenfahrer ist es in jedem Jahr eine neue Herausforderung, den amtierenden Streckenrekord zu unterbieten. Beim 43. Osnabrücker ADAC Bergrennen im Jahre 2009 blieben die Uhren des späteren Gesamtsiegers Jörg Weidinger bei 55,274 Sekunden stehen – eine Wahnsinnszeit!

Der mehrfache luxemburgische Bergmeister und Gesamtsieger des letztjährigen Osnabrücker ADAC Bergrennens, Guy Demuth, debütiert in diesem Jahr mit einem neuen Rennfahrzeug. Mit der „Wunderwaffe“ Osella FA 30 bestreitet er in diesem Jahr vorwiegend die Europa-Bergmeisterschaft. Dabei konnte er bisher unter anderem einen großen Erfolg mit dem Gesamtsieg des spanischen Laufes zum Championat zu erringen. Das einsitzige Fahrzeug mit der Sicherheitstechnik eines Formel 1-Rennwagens wird von einem 8 Zylinder-Motor angetrieben und stellt eine Verbindung aus Sportwagen und Formelfahrzeug dar. Mit 500 PS bei einem Gewicht von lediglich 580 kg ausgestattet, peilt der sympathische Luxemburger, der seit 20 Jahren im Motorsport unterwegs ist, bei günstigen Bedingungen eine neue Bestmarke an.

Im Sportwagen Berg-Cup wird das wichtigste nationale Prädikat der zweisitzigen offenen Gruppe-C-Sportwagen ausgefahren. 2011 stehen insgesamt acht Wertungsläufe auf dem Programm, wobei neben sechs deutschen Veranstaltungen zwei in der Schweiz ausgetragen werden. Die wichtigsten Eckdaten für 2011 lauten: 15 Top-Piloten, 8 Rennen und 4 Divisionen. Die Boliden sehen aus, als wären sie für die legendären Rennen in Le Mans entwickelt. Es sind die „leichten Geschosse“ für Gipfelstürmer der besonderen Art.

Als Favorit gilt auch in diesem Jahr der amtierende Deutsche Automobil-Bergmeister für Rennsportfahrzeuge und Titelverteidiger Uwe Lang aus Schweinfurt mit dem Osella PA 20. Die 365 PS des Motors auf Basis eines BMW M3 beschleunigen in sagenhaften 2,6 2m auf 100 km/h und unterstreichen die Top-Leistung dieses und der anderen Piloten, ein fast zu breites Chassis auf einer weniger als 6 m breiten Straße zu Bestzeiten zu treiben. Beim tradionellen Bergrennen in Wolsfeld, gelang ihm ein wichtiger Gesamtsieg und damit ein erster Schritt zur Titelverteidigung sowohl im Sportwagen Berg-Cup als auch auf dem Weg zum 3. Titel in der Deutschen Automobil-Bergmeisterschaft für Rennsportfahrzeuge. Weitere Top-Piloten sind die beiden südbayrischen Brüder Michael und Peter Behnke, ebenfalls beide jeweils mit einem Osella PA 20 unterwegs. In der großen Division startet darüber hinaus das Berg-Urgestein Rolf Köppel mit einem in Frankreich aufgebauten Norma M14 BMW.

Mit dem britischen Radical SR8-LM Powertec präsentiert der Luxemburger Joe Schmitz ein nicht nur farbenfrohes, sondern auch ultraschnelles Rennfahrzeug mit dem er erstmalig in dieser Saison unterwegs ist. Ebenso wie die anderen Neulinge am Berg, wird er nach einigen Trainingsläufen, in denen die letzten Feinabstimmungen vorgenommen werden, am Sonntagmorgen zum Angriff auf eine Top-Platzierung blasen. Mit dem mit 460 PS und 8 Zylinder ausgestatteten zwei Suzuki-Motorradmotoren hat der 24jährige Pilot erst wenige Rennen absolviert und gilt doch bereits als einer der Anwärter auf die Top 3-Platzierungen.

In der kleinen Division der Gruppe CN gilt der österreichische Architekt Arno Bereiter als Favorit. Mit dem PRC-Honda dominierte er beim Deutschen Lauf zur diesjährigen Europa-Bergmeisterschaft in Trier die Konkurrenz und hatte dabei lediglich den letztjährigen 4. im Gesamtklassement am „Uphöfener Berg, Georg Olbrich (Osella PA 21) dicht im Nacken. Doch die Konkurrenz mit dem Südbayer Martin Bobinger, dem Österreicher Mario Blum und dem Detmolder Bernd Letmade ist nicht zu unterschätzen. Sein wunderschöner Norma-Honda ist in diesem Jahr auf sämtlichen Plakaten, Flyern und sonstigen Werbemitteln des 44. Osnabrücker Bergrennens abgebildet.

In der Division der Gruppe C3-Fahrzeuge starten sich auch zwei Stammgäste des Osnabrücker ADAC Bergrennens. Uwe Kaufel aus Osterode, der im Hauptberuf Formel 1-Fahrzeuge vermietet und Rennsimulatoren betreibt sowie der Düsseldorfer Gerhard Siebert mit ihren offenen Rennwagen der Marken PRC bzw. Osella gehören mit ihren offenen Rennfahrzeugen zum festen Inventar am Uphöfener Berg und sind mit dem MSC Osnabrück eng verbunden. Aber auch in dieser Gruppe gilt ein Österreicher als Favorit. Peter Amann ist Neueinsteiger im Cup und möchte gleich in der kleinen Division den Kampf um den Sieg aufnehmen. Alles in allem wird der Sportwagen Berg-Cup auch in diesem Jahr mit einem gut aufgestellten Fahrerfeld am nördlichsten Bergrennen der Republik nach Osnabrück anreisen und die Besucher in Scharen an die Strecke aber auch ins Fahrerlager locken, wo man Piloten und Mechaniker bei den Arbeiten für eine optimale Abstimmung der Fahrzeuge über die Schulter schauen kann.

Wenn dann der eine oder andere Formel 3000-Bolide, die von der Formel 1 kaum zu unterscheiden sind, am Start ist, schlägt nicht nur das Herz eines jeden Motorsportfans höher, sondern es ist Spannung pur garantiert. Aber auch die leistungsschwächeren jedoch äußerst wendigen Formel 3-Rennwagen spielen im Konzert um eine Top-Platzierung eine wichtige Rolle, wobei hier derzeit der Fuldaer Thomas Rössler mit dem Dallara 307/07 das Maß der Dinge ist und im nationalen Bergrennsport kaum einen Gegner befürchten muss.

Mit Höchstgeschwindigkeiten von über 200 km/h und traumhaften Beschleunigungswerten bieten die offenen Rennwagen am „Uphöfener Berg“ Motorsport der Extraklasse!

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