Porsche zieht Tariferhöhung auf Februar 2011 vor

Stuttgart. Vorstand und Gesamtbetriebrat der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG haben beschlossen, die für April 2011 vereinbarte Tariferhöhung von 2,7 Prozent auf Februar vorzuziehen. „Nicht zuletzt aufgrund der Flexibilität unserer Mitarbeiter konnte Porsche auch in den vergangenen zwei Krisenjahren ein positives Ergebnis erwirtschaften. Mit dem Vorziehen der Tariferhöhung möchte der Vorstand seinen Dank für den Einsatz der gesamten Belegschaft zum Ausdruck bringen“, sagt Thomas Edig, Vorstand Personal- und Sozialwesen und stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der Porsche AG. In den letzten Jahren hat das Unternehmen auf tarifvertragliche Möglichkeiten verzichtet, Leistungen zu kürzen oder zu verschieben. Darüber hinaus wurden auch freiwillige Leistungen wie die betrieblichen Sonderzahlungen oder das Weihnachtsgeld (ein zusätzliches Monatsentgelt) in vollem Umfang aufrecht erhalten.
„Ohne diese Belegschaft wäre dieses Ergebnis nicht möglich gewesen. Deshalb sind wir uns mit dem Vorstand einig, dass wir die Möglichkeit, die uns der IG-Metall- Tarifvertrag gibt, nutzen wollen und die Tariferhöhung vorziehen“, sagt Uwe Hück, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Porsche AG. Der „Tarifvertrag über Entgelte und Ausbildungsvergütungen“ sieht die Möglichkeit vor, mittels einer freiwilligen Betriebsvereinbarung den Zeitpunkt der Tariferhöhung – entsprechend der wirtschaftlichen Lage – um bis zu zwei Monate vorzuziehen beziehungsweise zu verschieben.
„Auch in der Krise haben wir es nicht zugelassen, dass an den Geldbeutel der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gegangen wurde. Außerdem haben wir trotz Krise in der Standortsicherung vereinbart, dass weiterhin jährlich 100 Auszubildende unbefristet übernommen werden, hohe Investitionen in die Standorte Zuffenhausen, Ludwigsburg und Weissach getätigt werden und die Beschäftigungssicherung für die Belegschaft bis 2015 festgeschrieben wird“, so Uwe Hück. Bereits im Oktober hatte die Porsche AG eine Sonderzahlung in Höhe von 2.100 Euro für das abgelaufene Geschäftsjahr für alle Mitarbeiter ausgezahlt. Im Monat November wird das Weihnachtsgeld in vollem Umfang zur Auszahlung kommen.

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