Rallye Frankreich 29. September – 2. Oktober 2011

1.10.2011 – Straßburg. Dani Sordo (ES) und sein MINI John Cooper Works WRC mit der Startnummer 37 haben einmal mehr unter Beweis gestellt, wie stark sie auf Asphalt unterwegs sind: Das MINI WRC Team führt die Rallye Frankreich nach dem ersten Tag an. Sordo und sein Co-Pilot Carlos del Barrio (ES) benötigten insgesamt eine Stunde und 23 Minuten für die 148,38 Wertungskilometer, verteilt auf acht Prüfungen. Das Duo fuhr im Tagesverlauf einen Vorsprung von einer Sekunde auf Citroën-Pilot Petter Solberg (NO) heraus, der als schärfster Verfolger auf Rang zwei folgt. Auch Kris Meeke (GB) und Paul Nagle (IR) erlebten einen erfolgreichen Tag und liegen im MINI mit der Nummer 52 bei ihrem ersten Start in Frankreich auf dem vierten Platz.

Insbesondere die dritte und mit 36 Kilometern längste Wertungsprüfung der Rallye verlief turbulent: Weltmeister und Lokalmatador Sébastien Loeb (FR) schied mit seinem Citroën aus. Auch die Ford-Piloten Mikko Hirvonen (FI) und Jari-Matti Latvala (FI) gerieten in Schwierigkeiten. Die beiden MINI liefen hingegen wie ein Uhrwerk und überstanden sogar Kollisionen mit Begrenzungspfosten, die sich gelöst hatten, unbeschadet.

Sordo und Meeke hatten nach dem ersten Teilstück die Plätze sieben und acht belegt und rückten anschließend auf die Positionen fünf und sieben vor. Nach der dritten Prüfung fuhr Sordo als Dritter erstmals auf einem Podestrang, während Meeke auf Platz vier vorrückte. Zwei Wertungsprüfungen beendete der Spanier als Schnellster und übernahm schließlich auf der letzten Prüfung des Tages die Führung.

Am zweiten Tag der Rallye warten neun Prüfungen auf die Crews. Insgesamt sind 148,39 Wertungskilometer zu absolvieren. Anders als am Freitag steht diesmal in Colmar (FR) ein „Remote Service“ auf dem Programm. Erst am Abend kehren die Fahrzeuge nach Straßburg zurück.

Dave Wilcock (Technischer Direktor):

„Was für ein Tag! Beflügelt von unserem guten Abschneiden in Deutschland sind wir top-motiviert nach Frankreich gereist. Zwischen den Events konnten wir einen Testtag absolvieren, jeder unserer Piloten saß jeweils einen halben Tag am Steuer. Und nun liegen wir nach dem ersten Tag der Rallye auf den Plätzen eins und vier – das ist einfach großartig. Für uns ist 2011 ein Lehrjahr. Wenn es aber in diesem Tempo und mit derart großen Entwicklungsschritten für uns weitergeht, dann sollte der erste Sieg des MINI nicht mehr weit entfernt sein. Bei dieser Rallye ist aber noch ein sehr weiter Weg zu gehen. Wir werden diese Aufgabe mit großer Freude angehen, denn mit den aktuellen Platzierungen haben wir unsere eigenen Erwartungen schon jetzt übertroffen. Danis Ausgangslage ist fantastisch, und er ist auch mental sehr stark. Er weiß, wie er sich im Zaum halten und ein kontrolliertes Tempo gehen kann. Kris ist ebenfalls wirklich gut unterwegs und auf dem Weg, ein echter Top-Pilot zu werden. Dies ist erst sein zweiter WRC-Start auf Asphalt, und er wird mit jeder Prüfung stärker.“

Dani Sordo:

„Es fühlt sich gut an, an der Spitze zu liegen, und wir können mit unserer Leistung wirklich zufrieden sein. Denn die ganze Zeit über waren wir in der Lage, mit den anderen Top-Fahrern zu kämpfen. Mit den Fords und Citroëns auf Augenhöhe anzutreten, ist unglaublich. Wir werden morgen versuchen, genau dort weiterzumachen, wo wir heute aufgehört haben. Es wird erneut ein intensiver Tag. Also müssen wir wieder alles geben, Vollgas geben und vielleicht hier und da ein höheres Risiko eingehen, um unsere Führung zu verteidigen. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass dies erst der Anfang dieser Rallye war. Zwei Tage liegen noch vor uns. Mir machen die Wertungsprüfungen hier großen Spaß, und der MINI war wirklich klasse zu fahren und zuverlässig.“

Kris Meeke:

„Aus Sicht des Teams war es natürlich ein herausragender Tag, schließlich liegt Dani an der Spitze. Seit der Rallye Deutschland haben wir nicht sonderlich viel getestet. Dennoch arbeitet das Auto richtig gut, was ein Blick auf unsere Zeiten beweist. Dani kennt diese Rallye und die WRC bestens. Ich ziehe meinen Hut vor ihm. Im ersten Jahr mit diesem Auto in Führung zu liegen, ist etwas ganz Besonderes. Ich bin auch recht zufrieden. Allerdings habe ich auf dem letzten Teilstück bei einem Dreher 15 Sekunden verloren. Das hat mich geärgert. Bei meinem ersten Frankreich-Start auf Rang vier zu fahren, ist eine schöne Sache. Wir können die Pace von Mikko Hirvonen mitgehen und sind vielleicht sogar ein bisschen schneller. Nach unserem Fehler ist Jari-Matti Latvala jedoch wieder bis auf etwa 20 Sekunden an uns herangerückt.“

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