Rallye Wales GB. 10.-13. November 2011 Tag 1

11.11.2011 Wales. Der erste Tag (10.11.2011) der Rallye Wales GB bestand zwar nur aus drei Prüfungen und 25,25 Wertungskilometern, erwies sich aber trotzdem für einige Piloten als harte Probe. Die Fahrer des MINI WRC Teams ließen zum Auftakt des Saisonfinales der FIA World Rally Championship hingegen Vorsicht walten. Beim Zwischenstopp in Llandudno belegten Kris Meeke (GB) und Paul Nagle (IR) sowie Dani Sordo (ES) und Carlos del Barrio (ES) die Plätze fünf und sechs.

Die zwei „Great Orme“ Asphaltprüfungen eröffneten die Rallye – und weder Sordo noch Meeke gingen unnötige Risiken ein. Trotz Sonnenscheins fanden die Piloten eine rutschige Piste vor, die Sébastien Ogier (FR) bereits nach 1,6 Kilometern mit einem abgerissenen Rad aus dem Wettbewerb warf. Auf dem ersten Teilstück war Sordo 0,8 Sekunden schneller als sein Teamkollege. Die zweite Prüfung beendete hingegen Meeke 0,9 Sekunden vor dem Spanier.

Vor der ersten Waldprüfung in Clocaenog lag Meeke damit auf Rang fünf, Sordo folgte mit einem Rückstand von lediglich 0,1 Sekunden auf dem sechsten Platz. Für die 15,77 Kilometer lange dritte Wertungsprüfung waren die Piloten auf Schotter unterwegs. Erneut erwies sich Meeke als der schnellere der beiden MINI WRC Team Fahrer und kam 8,6 Sekunden vor Sordo ins Ziel.

Die beiden MINI John Cooper Works WRC gingen am Donnerstag mit dem „Paint it Orange“ Logo an den Start. Alle Erlöse dieser von der „Richard Burns Foundation“ initiierten Aktion kommen Projekten im Bereich Hirnverletzungen und -erkrankungen zu Gute. Vor genau zehn Jahren hatte sich Richard Burns den Rallye-Weltmeistertitel gesichert.

Dave Wilcock (Technischer Direktor):

„Der erste Teil dieser Rallye ist wirklich wie im Flug vergangen. Ich weiß nicht genau, was auf der Great Orme Prüfung vorne passiert ist. Aber es muss eine Menge gewesen sein, und Sébastien Ogier schied schon unmittelbar nach dem Start aus. Unsere Fahrer sind sauber durchgekommen und konnten sich auf den ersten beiden Prüfungen gute Platzierungen erarbeiten. Leider sind wir dann aufgrund des Zeitplans in die Dunkelheit hineingefahren. Unsere Startpositionen kamen uns dabei nicht entgegen. Die Sicht wurde immer schlechter und die Piste mit jedem Auto rutschiger. Das hat uns schon ein wenig behindert. Dani tat sich in den nebligen Abschnitten und mit den Sichtverhältnissen insgesamt etwas schwerer als Kris, dem angesichts seiner Startposition eine fantastische Fahrt durch Clocaenog gelang. Damit waren wir sehr zufrieden. Warten wir ab, wie wir morgen zurechtkommen werden, wenn die Rallye so richtig beginnt.“

Dani Sordo (MINI John Cooper Works WRC Nr. 37):

„Die letzte Prüfung war tückisch, aber gleichzeitig auch sehr schön. Allerdings war die Sicht ein Problem, im Mittelteil hing dichter Nebel über der Piste. Gleichzeitig war es auch noch nicht komplett dunkel, so dass wir wirklich nicht besonders gut sehen konnten. Wegen der einsetzenden Dunkelheit sind wir mit Licht gefahren. Vielleicht wäre es ohne ein bisschen besser gewesen. Die Michelin-Reifen waren nach der Asphaltprüfung in Ordnung, obwohl wir sie zwei Mal gefahren sind. Mit dem Auto bin ich zufrieden. Es wird von Rallye zu Rallye besser.“

Kris Meeke (MINI John Cooper Works WR C Nr. 52):

„Das war schon mal ganz gut. Die Asphaltprüfungen hatten es in sich. Man hat genau gemerkt, in welchen Abschnitten die Luft etwas feuchter war, denn dort wurde es sofort rutschig. Wir standen gerade an der Startlinie, als wir Informationen zum Ausscheiden von Sébastien Ogier bekamen. Also mussten wir Ruhe bewahren. Auf der Waldprüfung waren wir gut unterwegs. Allerdings finde ich es nicht in Ordnung, dass einige Piloten im Hellen und andere bei Dunkelheit gefahren sind. Ich finde, dass müssen die Veranstalter dringend überdenken. Platz fünf ist ungefähr das, was wir erwartet hatten. Darum bin ich zufrieden “

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