ŠKODA startet Testbetrieb mit Octavia Green E Line

Octavia Green E Line

Octavia Green E Line

Zehn Octavia Green E Line beginnen Testfahrten in Tschechien

Erstes rein elektrisch betriebenes Fahrzeug des Herstellers

Bereits heute hohe Effizienz der ŠKODA Modellpalette

11.1.2012 Mladá Boleslav – ŠKODA liefert einen weiteren Beweis seines Engagements im Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit. Mit dem Octavia Green E Line präsentiert der tschechische Automobilhersteller das erste, rein elektrisch betriebene Fahrzeug der Marke. Eine aus zehn Fahrzeugen bestehende Testflotte ist seit Ende des Jahres 2011 in Tschechien im Einsatz. Sie wurde heute internationalen Medienvertretern in Mladá Boleslav vorgestellt. Ziel der Testfahrten ist es, praxisnahe Erfahrungen mit dem Elektroantrieb zu gewinnen.

„Der Octavia Green E Line zeigt unsere technologische Kompetenz auf dem Feld der Elektromobilität und ist ein Meilenstein im Rahmen unserer umfassend angelegten Nachhaltigkeitsstrategie“, betont ŠKODA Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. h.c. Winfried Vahland. „Wir ruhen uns nicht auf dem Erreichten aus, sondern arbeiten Schritt für Schritt weiter an Lösungen für eine emissionsfreie Mobilität. Dafür hat der Elektroantrieb eine entscheidende Bedeutung“, ergänzt der ŠKODA Chef. „Unsere Entwicklung erfolgt dabei in engem Schulterschluss mit dem Volkswagen Konzern.“

Dr. Eckhard Scholz, Vorstand Technische Entwicklung, ergänzt: „ŠKODA und der gesamte Volkswagen Konzern zielen langfristig auf eine nachhaltige Mobilität auf Basis regenerativer Energieträger. Der Elektroantrieb wird ohne Zweifel immer wichtiger für eine möglichst emissionsfreie Mobilität. Wir sind hier im Konzernverbund auf sehr gutem Weg.“ Die Testflotte des Octavia Green E Line soll dabei wichtige Erkenntnisse für die weitere Entwicklung des elektrischen Antriebs bis zur Serienreife liefern. „Damit unterstützen wir den Volkswagen Konzern auf seinem Weg, bis zum Jahr 2018 zum Marktführer in Sachen Elektromobilität zu werden“, betont Dr. Scholz.

Basis des Octavia Green E Line ist der Octavia Combi*. Aufgrund seiner modularen Bodengruppe eignet sich das Serienmodell ideal für den Einbau von Batterie, elektronischer Steuereinheiten und Elektromotor. Der Elektromotor leistet im Spitzenbereich 85 kW. Das maximale Drehmoment von 270 Nm steht antriebsbedingt bereits beim Anfahren zur Verfügung. Diese Agilität ist vor allem im innerstädtischen Verkehr ideal. Der Octavia Green E Line beschleunigt in nur zwölf Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Spitzengeschwindigkeit liegt bei 135 km/h.

Die elektrische Energie bezieht der Octavia Green E Line aus einer Lithium-Ionen-Batterie. Mit einer Reichweite von 150 Kilometern werden die Anforderungen der meisten Berufspendler in Europa erfüllt. Die Batterie setzt sich aus 180 einzelnen Zellen zusammen. Sie verfügt über eine Energie von 26,5 Kilowattstunden, ihr Gewicht liegt bei rund 315 Kilogramm. Der Block ist unter dem mittleren und hinteren Fahrzeugboden und teils im Kofferraum untergebracht. Für die Passagiere stehen fünf Sitzplätze zur Verfügung.

Der Fahrer des Octavia Green E Line erhält permanent alle wichtigen Informationen zu Leistung, Verbrauch und Ladestatus der Batterie sowie zur verbleibenden Reichweite des Fahrzeugs. Das Display des Navigationssystems zeigt den aktuellen Energiefluss. So weiß der Fahrer jederzeit, ob und wie viel Strom aktuell verbraucht oder ob gerade sogar Strom zurückgewonnen wird – beispielsweise beim Bremsen oder im Schubbetrieb bei Bergabfahrten.

Die Aktivitäten des tschechischen Herstellers auf dem Feld der Elektromobilität sind wichtiger Bestandteil einer umfassenden Antriebs- und Kraftstoffstrategie. Dabei erwartet ŠKODA mittelfristig einen Mix aus verschiedenen Antrieben. Dazu gehört die weitere Optimierung hocheffizienter TDI- und TSI-Motoren und ihrer Getriebe. „Die zügige Reduzierung der Verbräuche bringt kurzfristig die größten Effekte. Wir arbeiten deshalb intensiv daran, den Spritverbrauch und CO2-Ausstoß weiter zu senken“, betont Dr. Scholz. „Der Erfolg gibt uns recht: Unsere Modelle gehören heute zu den sparsamsten Fahrzeugen des Markts, und das zu erschwinglichen Preisen. Mobilität muss bezahlbar bleiben.“

Über die gesamte ŠKODA Modellpalette hinweg stoßen aktuell insgesamt 63 Motoren- und Getriebevarianten weniger als 130 Gramm CO2 pro Kilometer aus, sieben Versionen liegen unter 100 Gramm. Eine zentrale Rolle für die Verbrauchsreduzierung spielen die ŠKODA GreenLine-Modelle. Vom Fabia* bis zum Superb* bietet die Marke aktuell insgesamt acht verschiedene Modelle mit GreenLine-Technologie. Dank modernster Motoren, Start-Stopp-Automatik, Bremsenergierückgewinnung, rollwiderstandsoptimierter Reifen und aerodynamischer Anpassungen sinkt der Verbrauch je nach Modell um bis zu 15 Prozent im Vergleich zur Serienausführung. So verbraucht zum Beispiel der Fabia GreenLine* nur 3,4 l Diesel auf 100 km, der CO2-Ausstoß liegt bei 89 g/km.

Im Rahmen eines umfassenden Ansatzes legt ŠKODA Wert auf nachhaltige Lösungen in seinen Fahrzeugen und verbessert konsequent auch die Fertigungsprozesse. So sank der Wasserverbrauch dank umweltschonender Produktion von 1999 bis 2009 um rund 60 Prozent von 6,3 Liter auf 2,5 Liter pro produziertem Fahrzeug. Die Abwassermenge pro Fahrzeug ging sogar um fast 70 Prozent auf 2,0 Liter zurück. Auch die Abfallentstehung (ohne Metall) sank deutlich. Waren es vor zehn Jahren noch 95 kg pro Fahrzeug, lag die Menge 2009 nur noch bei 37 kg. Bei der Stromerzeugung geht ŠKODA ebenfalls innovative Wege. So soll der CO2-Ausstoß des firmeneigenen Heiz-Kraftwerks ŠkoEnergo am Stammsitz Mladá Boleslav durch den Einsatz von Biomasse bis zum Jahr 2015 um ein Viertel sinken.

Technische Eigenschaften des Octavia Green E Line auf einen Blick:

• Nennleistung: 60 kW

• Maximale Leistung: 85 kW über 60 Sekunden hinweg

• Drehmoment: 270 Nm

• Höchstgeschwindigkeit: 135 km/h

• Beschleunigung von 0-100 km/h: 12 Sek.

• Reichweite: 150 km

• Batterie: Lithium-Ionen Batterie

• Batteriegewicht: ca. 315 kg

• Batterieenergie: 26,5 kWh

• Aufladung: 8 Stunden bei 230 V (Einphasenstrom); 2 Stunden bei 400 V (Dreiphasenstrom)

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