Standortsymposium Wolfsburg: Zukunftsweisende Fertigungs- und Qualifizierungskonzepte

11.2.2016. Das Standort- und Komponentensymposium 2016 im Volkswagen Werk Wolfsburg stand gestern ganz im Zeichen zukunftsweisender Fertigungstechnologien. Der Vorstandsvorsitzende der Volkswagen Aktiengesellschaft, Matthias Müller, und Dr. Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender der Marke Volkswagen, bewerteten gemeinsam mit Mitgliedern des Vorstands, des Werkmanagements und des Betriebsrats die Jahresergebnisse 2015 und diskutierten wesentliche Zukunftsprojekte aus Sicht des Standorts Wolfsburg.

Im Bereich der Fertigungstechnologien standen zwei Eigenentwicklungen der Marke Volkswagen im Fokus: Eine neue Doppelschweißzange setzt zwei Schweißpunkte gleichzeitig mit einer Roboterzange. Dadurch werden Investitionen, Fläche und Energie gleichermaßen eingespart. Eine zusätzliche Effizienzsteigerung wird durch eine Leichtbauzange erzielt, die – verglichen mit einem herkömmlichen Werkzeug – weniger als die Hälfte wiegt. Deswegen können kleinere Roboter in der Fertigung eingesetzt werden. Die Vorteile: verkürzte Fertigungszeiten, reduzierter Energieverbrauch und schnellere Wartung.

Der Vorstandsvorsitzende Herbert Diess unterstrich: „Das Werk Wolfsburg trägt große Verantwortung, weil sich die anderen Volkswagen Standorte an ihm orientieren. Es freut mich deshalb, dass ich heute viele gute Ideen gesehen habe. Ich bin mir sicher: Unser Stammwerk kann in Sachen Effizienz, Produktivität und Zukunftstechnologien einen großen Schritt nach vorne machen.”

Bernd Osterloh, Vorsitzender des Konzernbetriebsrats: „Management und Belegschaft des Wolfsburger Werkes haben in den vergangenen zwölf Monaten erneut bewiesen, dass sie sich mit ganzer Kraft für unseren Standort und unsere Kunden einsetzen. Das Symposium belegt, dass wir viele technische Innovationen zu bieten haben. Wenn der neue Volkswagen Vorstand es richtig anstellt, wird er gemeinsam mit einer der erfahrensten Mannschaften der Automobilindustrie den Standort Wolfsburg als Flaggschiff des Volkswagen Konzerns weiter entwickeln können. Beschäftigungssicherung und Beteiligung von Management und Belegschaft sind hierfür Grundvoraussetzungen”.

Werkleiter Jens Herrmann sagte: „Mit innovativen Fertigungsverfahren und neuen Qualifizierungsansätzen werden wir die Effizienz unserer Abläufe und Fabrikprozesse erhöhen und damit den technologischen Wandel am Standort gestalten. Ziel ist es, unsere Wettbewerbsfähigkeit durch verbesserte Produktivität zu stärken und damit Beschäftigung am Standort Wolfsburg zu sichern.”

Auch aus dem Bereich der Komponente wurden Prozess- und Produktinnovationen präsentiert. Martin Schmuck, Leiter des Geschäftsfelds Fahrwerk Wolfsburg, sagte: „Im weltweiten Wettbewerb ist es unser Anspruch, Marktanforderungen optimal umzusetzen. Mit der Reduzierung unwirtschaftlicher Varianten und intelligenter Montagekonzepte haben wir eine solide Basis.” Präsentiert wurde unter anderem eine Leichtbauwelle, die zukünftig vier Rohrwellentypen ersetzen wird. Auch die Gelenkwellen werden vereinheitlicht. Künftig werden dabei 52 Varianten eingespart, was Rüst- und Lagerkosten senkt.

Das Geschäftsfeld Kunststoff setzt für kommende Fahrzeuggenerationen auf das Thema Leichtbau. Bernd Koal, Leiter des Geschäftsfeld Kunststoff Wolfsburg, sagte: „Wir verfolgen konsequent das Ziel, die Fahrzeuggewichte weiter zu reduzieren. Naturfaserverstärkter Kunststoff und Hybridbauteile aus verschiedenen Materialien ermöglichen eine Gewichtsreduzierung von 20 Prozent bei einer einzigen Instrumententafel. Für den Kunden bedeutet das einen geringeren Kraftstoffverbrauch.”

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