Subaru feiert 40. Geburtstag in Deutschland – Konzeptfahrzeuge als Vorboten und Vision

15.10.2020 Friedberg. Kraftvoll, robust und zuverlässig: Seit 40 Jahren verkörpert Subaru in Deutschland den Traum vom grenzenlosen Fahrvergnügen. Der Startschuss für die japanische Allradmarke auf dem deutschen Markt fällt am 10. Oktober 1980, als der Importeur seine neue Zentrale im hessischen Bad Hersfeld bezieht. Zum runden Jubiläum beleuchtet unsere kleine Serie die Subaru-Modelle, -Historie und -Markenzeichen. Heute geht es um ein Design zum Träumen, das Subaru-Konzeptfahrzeuge genauso kennzeichnet wie Serienmodelle.

Mit Allradantrieb und Boxermotoren setzt Subaru konsequent auf ein Technikkonzept, das in der Branche seinesgleichen sucht. Doch auch beim Design geht die japanische Allradmarke immer wieder neue Wege: Während die zahlreichen Konzeptfahrzeuge und Studien Innovationskraft und Erfindungsreichtum beweisen, verkörpern die Serienmodelle mit ihrem sportlich-robusten Design den Traum vom grenzenlosen Fahrvergnügen und wecken Abenteuerlust.

Bereits der Subaru 360 – das erste Serienmodell – wirkt für europäische Augen ungewöhnlich. Als Kei-Car darf es zum Marktstart Ende der 1950er Jahre nicht länger als drei Meter und breiter als 1,30 Meter sein, der Hubraum ist auf die namensgebenden 360 Kubikzentimeter begrenzt. Die Folge ist ein „kugelartiges“ Design. Mit dem 360 Sports präsentiert Subaru 1961 sogar eine Spider-Variante: Der Roadster verfügt über eine aus Fiberglas gefertigte Karosserie und aufsehenerregende Proportionen, schafft es allerdings niemals in die Verkaufsräume.

Ein Schicksal, das die offene Studie beispielsweise mit dem Subaru F-9X teilt. Hervorstechendstes Merkmal dieses 1985 vorgestellten Konzeptfahrzeugs sind die beiden nach oben öffnenden Flügeltüren. Das windschnittige Karosseriekleid besteht darüber hinaus zum Teil aus leichtem Kunststoff – ein Material, in dem sich die Flugzeugbau-Erfahrungen des Mutterkonzerns Fuji Heavy Industries (heute Subaru Corporation) widerspiegeln. Unter der Motorhaube versteckt sich eine weitere Besonderheit: ein 2,0-Liter-Turboboxer mit 265 kW/360 PS bei 8.000 Umdrehungen pro Minute und 343 Nm Drehmoment.

Subaru F-9X von 1985 (Quelle: Subaru)

Auch der 1987 folgende Subaru F-624 Estremo ist seiner Zeit voraus und tatsächlich extrem: Zugunsten der Aerodynamik verzichten die Designer beispielsweise auf konventionelle Außenspiegel und nutzen stattdessen zwei hinter den vorderen Radkästen angebrachte Kameras, die ihr Bild auf zwei Monitore im Cockpit liefern. Weitere Besonderheiten sind ein Infrarotsender für schlüssellosen Zugang, elektrische Einstellmöglichkeiten für Lenksäule und Fahrersitz sowie ein zusätzlicher Bildschirm in der Mittelkonsole für die Navigation, über die ein weiteres Display im Fond die hinteren Insassen informiert.

Nicht minder futuristisch wirken der Kombi-Van Subaru BLT (1987) mit aerodynamischer Außenhaut und der für US-Kunden erdachte Subaru SR-D1 (1989). Auch der Subaru Amadeus (1991), ein Kombi auf Coupé-Basis, schafft es nicht in die Serienproduktion.

Anders sieht es mit dem Subaru SVX aus: Schon 1986 fertigt Giorgetto Giugiaro (Italdesign) die Studie eines künftigen Sportcoupés, deren versenkbare Scheinwerfer in den Folgejahren einer schmalen horizontalen Leuchteinheit weichen. 1991 geht der Modellathlet in Serie. Auch dem Subaru Streega, der 1995 auf der IAA Frankfurt debütiert, gelingt dieser Sprung: Als erstes „richtiges“ SUV startet das sportlich robuste Modell mit erhöhter Bodenfreiheit und Allradantrieb unter dem Namen „Forester“ (Verbrauch kombiniert: 6,7 l/100 km; CO2-Emission kombiniert: 154 g/km; Werte wurden nach Maßgabe des WLTP-Prüfverfahrens ermittelt und in NEFZ-Werte korreliert) durch – über fünf Modellgenerationen bis heute.

Wie es weitergehen könnte, zeigt die „Vision for Innovation“. Die unter dem Namenszusatz „VIZIV“ bekannten Studien, die seit 2013 auf verschiedenen Messen präsentiert werden, geben einen Ausblick auf die nahe und ferne Subaru-Zukunft – Kombis, Coupé und SUV inklusive.

Subaru Streega – Große Dinge kündigten sich auf der IAA 1995 an. Mit dem Streega zeigte Subaru ein aus heutiger Sicht eher unauffälliges Fahrzeug, hinter dem sich fast schon die Serienversion eines Modells verbarg, das ein Jahr später in der Autwelt Furore machen sollte: Der Subaru Forester. (Quelle: Subaru)

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