Tage des Hybrids 2012

Tage des Hybrids 2012 in Aachen

Über 100 Experten besuchten am 22. und 23. Mai 2012 die Tage des Hybrids in Aachen. Auf der internationalen Fachtagung des Instituts für Kraftfahrzeuge (ika) der RWTH Aachen University tauschten sich die Teilnehmer über die aktuellen Entwicklungen und Trends im Bereich alternativer Antriebe aus.
Hybrid- und Elektroantriebe sind aktueller denn je. Nahezu jeder große Fahrzeughersteller bietet mittlerweile Modelle mit entsprechenden Antrieben in Serie an und arbeitet mit Hochdruck an zukünftigen Konzepten. Das anhaltend große Interesse von Herstellern, Zulieferern und Forschungseinrichtungen an diesem Thema veranlasste das Institut für Kraftfahrzeuge, seine etablierte Fachtagung zum Thema alternative Antriebe in diesem Jahr erstmals zweitägig stattfinden zu lassen. Mehr als 100 Experten kamen am 22. und 23. Mai 2012 nach Aachen und diskutierten über die vielfältigen Herausforderungen innovativer Antriebskonzepte. Insbesondere standen die derzeitigen und zukünftigen Entwicklungen in den Bereichen Antriebsarchitektur und -management sowie die komplexen Fragestellungen zur Energiewandlung und -speicherung im Fokus der Tagung. Insgesamt 20 Referenten aus Industrie und Forschung schilderten in ihren Vorträgen, wie sich die Zielkonflikte zwischen Effizienz, Sicherheit und Fahrerlebnis auflösen lassen.
Neben den Vorträgen hatten die Besucher die Gelegenheit, auf der institutseigenen Teststrecke eine Auswahl der neuesten mit Elektro- und Hybridantrieben ausgestatteten Serienfahrzeuge sowie aktuelle Prototypen zu testen. So konnten alle Teilnehmer die Zukunft der Mobilität „erfahren“.
Bei der anschließenden Abendveranstaltung im Ballsaal des alten Aachener Kurhauses wurden die Gespräche des Tages bei einem gemeinsamen Abendessen fortgesetzt und Ausblicke auf den zweiten Tagungstag eröffnet.
Ein wichtiges Thema bei den Tagen des Hybrids 2012 war der Wirkungsgrad von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben. Das ika zeigte beispielsweise auf, welche Energieeinsparpotentiale durch eine ganzheitliche thermodynamische Betrachtung eines elektrischen Antriebstrangs mit verbrennungsmotorischem Reichweitenverlängerer (Range Extender) realisiert werden können. Indem die Traktionsbatterie nicht nur als elektrischer, sondern auch als thermischer Energiespeicher betrachtet wird, kann mithilfe einer entsprechend optimierten Betriebsstrategie der Primärenergiebedarf des Fahrzeugs um bis zu 12 % gesenkt werden. Darüber hinaus wurden auch das zunehmend an Bedeutung gewinnende Thema der funktionalen Sicherheit sowie die Zukunft reiner Elektrofahrzeuge diskutiert.
[www.ika.rwth-aachen.de]

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