Vor der Fahrt in den Schnee: Reifen checken!

21.12.2021 Hannover. Wenn es vor Weihnachten, „zwischen den Jahren“ oder im neuen Jahr in den Winterurlaub geht, sollten Autofahrer einen prüfenden Blick auf ihre Reifen werfen.

Grundsätzlich kann man mit Winter- oder Ganzjahresreifen in die weiße Pracht starten. Beide erfüllen die gesetzlichen Regeln – sie tragen das sogenannte „Alpinsymbol“, eine stilisierte Schneeflocke über zwei Bergspitzen.

Doch die Ganzjahresreifen sind Kompromisslösungen – und können daher beim Einsatz in alpinen Bereichen überfordert sein.

Für beide Reifenarten gilt: Sie sollten über ausreichende Profiltiefe verfügen, um sich mit dem Schnee auf der Straße gut verzahnen zu können.

Die Reifenexperten vom Hersteller Continental empfehlen, die Pneus schon vor Erreichen der Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern auszutauschen. Wer im Zweifel über die Leistungsfähigkeit seiner Bereifung ist, sollte sich vorher im Fachhandel oder seiner Werkstatt Rat holen.

Geht die Fahrt in Länder außerhalb Deutschlands, hilft in zwei Fällen schon die dortige gesetzliche Regelung, um sich über die nötige Profiltiefe im Klaren zu sein. In Österreich und Tschechien müssen Winter- oder Ganzjahresreifen mindestens vier Millimeter Restprofil haben, um als tauglich anerkannt zu sein.

Haben sie dies nicht, drohen beispielsweise in Österreich bis zu 5.000 Euro Strafe. Zwar gilt dort, genauso wie in Deutschland, Schweden und Serbien, eine „situative Winterreifenpflicht“ bei winterlichen Straßenverhältnissen. Doch sollte man ohne wintersichere Bereifung in keines der Alpenländer oder nach Skandinavien reisen.

Ohnehin ist sie in bestimmten Monaten in den Baltischen Staaten, Finnland, Slowenien, Tschechien, sowie Teilen von Norditalien und Frankreich Vorschrift oder kann sie vorgeschrieben werden.

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