Winterreifenpflicht – Autofahrer befürworten höhere Bußgelder

Oberursel (25.11.2010) – Als beschlossene Sache gelten die neue Winterreifenpflicht und die Bußgelderhöhung bei Nichtbeachtung. Wenn der Bundesrat morgen die Neuregelung verabschiedet, erhöht sich das Bußgeld auf 40 Euro bei Fahren mit Sommerreifen. 80 Euro muss bezahlen, wer den Verkehr durch unpassende Reifen behindert. Nach einer aktuellen Umfrage der GfK-Gruppe im Auftrag des Kfz-Direktversicherers DA Direkt befürwortet ein Drittel der deutschen Autofahrer das Bußgeld in Höhe von 80 Euro.

Deutlich mehr als 100 Euro sehen 13 Prozent der Befragten als angemessenes Bußgeld für den Verstoß gegen die Winterreifenpflicht an. Jeder fünfte Autofahrer würde neben einem Bußgeld auch einen Punkteeintrag ins Flensburger Zentralregister befürworten. „Deutsche Autofahrer erkennen zunehmend den Sicherheitsgewinn, den Winterreifen nicht nur bei Eis und Schnee, sondern schon bei Temperaturen unter 7 Grad Celsius bieten. Daher wünschen sie sich ein härteres Vorgehen gegen Winterreifenmuffel. Die überarbeitete und nun endlich eindeutigere Straßenverkehrsordnung ist überfällig und trägt zu mehr Verkehrssicherheit bei“, begrüßt Norbert Wulff, Vorstand der DA Direkt, die geplante Änderung.

Kritische Bewertung der Winterreifenreglung

Nicht ganz einig sind sich die deutschen Autofahrer bei der Bemessungsgrundlage für die Winterreifenpflicht. Die neue Straßenverkehrsordnung sieht eine situative Winterreifenpflicht nur bei winterlichen Straßenverhältnissen vor. Rund jeder zweite Autofahrer befürwortet dagegen einen festen Zeitraum von zum Beispiel 1. November bis 15. April. Begründet wird dies von 70 Prozent der Befragten damit, dass winterliche Bedingungen in diesem Zeitraum oft spontan auftreten und somit nicht planbar sind. Ein anlassbezogenes Aufziehen von Winterreifen ist daher kaum praktikabel. Gerade in den norddeutschen Bundesländern bevorzugen Autofahrer die Zeitraumregelungen – schlechte Erfahrungen aus dem letzten Winter mit Schnee- und Verkehrschaos sind ihnen wohl noch in Erinnerung.

Die Umfrage

Die Befragung wurde in der Zeit vom 19.11. bis 22.11.2010 durchgeführt. Bei der repräsentativen Umfrage wurden mehr als 700 Pkw-Fahrer befragt.

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