Wussten Sie eigentlich, dass man beim Autofahren mit Flipflops seinen Vollkaskoschutz riskiert?

30.7.2012 Saarbrücken (ots) – Im Sommer sieht man sie überall: Flipflops sorgen bei heißem Wetter für kühle Füße – ob am Strand oder in der Stadt. Die Versuchung ist groß, mit den bequemen Schlappen auch ins Auto zu steigen. Warum Autofahrer darauf besser verzichten sollten, erklärt CosmosDirekt:

– Für alle Autofahrer, die privat unterwegs sind, gibt die
Straßenverkehrsordnung zwar nicht vor, welches Schuhwerk zu
tragen ist. Kommt es allerdings mit Flipflops oder Badeschlappen
zu einem Unfall, kann das Gericht darin eine Verletzung der
Sorgfaltspflicht sehen und ein Bußgeld verhängen
(Oberlandesgericht Bamberg, AZ: 2 SsOWi 577/06). Werden dazu
Personen verletzt, kann es sogar zu einer strafrechtlichen
Verfolgung kommen.
– Während die Kfz-Haftpflicht für alle Schäden aufkommt, die ein
Fahrer im Straßenverkehr verursacht, egal welche Schuhe er
trägt, sieht das bei der Vollkasko-Police anders aus. Sie zahlt
bei Schäden am eigenen Wagen, darf die Leistungen bei grober
Fahrlässigkeit aber kürzen.
– Für alle, die – wie Lkw-Fahrer – beruflich hinter dem Steuer
sitzen, gilt übrigens: Nur mit festem Schuhwerk starten.

Tipp vom Experten

Frank Bärnhof, Kfz-Versicherungsexperte von CosmosDirekt, rät Autofahrern dringend von Flipflops und Co. ab: „Schlappen oder Riemchensandalen bieten keinen Halt. Die Gefahr ist groß, vom Pedal abzurutschen oder sich zu verhaken. Das Gefühl für Kupplung, Gas und Bremse fehlt, die Reaktionszeit steigt. Das kann Folgen haben, gerade wenn es auf Bruchteile einer Sekunde ankommt. Auch barfuß zu fahren, ist ein Risiko. Am besten eignen sich Turnschuhe mit einer dünnen Sohle – ein Paar sollte immer griffbereit im Auto liegen.“

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